Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich zwei schwere Messerattacken in der Bundeshauptstadt. In Favoriten und in der Leopoldstadt wurden insgesamt drei Männer lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen.

Am Samstag gegen 15:45 Uhr kam es am Viktor-Adler-Platz in Wien-Favoriten zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Vier Inder gerieten in Streit. Dabei soll ein 25-jähriger Inder zwei Kontrahenten mit einem Messer attackiert haben.

Ein 28-Jähriger erlitt eine Stichverletzung im Rückenbereich, ein 31-Jähriger wurde am Bauch getroffen. Beide Männer schweben in Lebensgefahr und wurden in ein Spital gebracht – der 31-Jährige zunächst in den Schockraum. Der 28-Jährige hatte sich zunächst vom Tatort entfernt, wurde aber später ebenfalls stationär versorgt.

Der mutmaßliche Täter und sein Begleiter flüchteten. Aufgrund von Zeugenaussagen konnte die Identität des 25-Jährigen schnell ermittelt werden. Die Polizei fahndet intensiv nach ihm. 

19-Jähriger sticht in der Leopoldstadt auf vier Personen ein

In der Nacht auf Sonntag gegen 3 Uhr ereignete sich eine weitere blutige Tat in der Taborstraße in der Leopoldstadt. Ein 19-jähriger Syrer attackierte während einer Auseinandersetzung vier Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren mit einem Klappmesser.

Ein 22-Jähriger erlitt schwere Stichverletzungen im Oberkörper und schwebt in Lebensgefahr. Die anderen drei Verletzten wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Das Tatmesser konnte sichergestellt werden.

Laut Polizeiangaben waren die Männer zuvor gemeinsam in einem Lokal gewesen. Der genaue Grund für den Streit und das Motiv der Tat sind derzeit noch unklar. Streifenbeamte der Polizeiinspektion Praterstern wurden auf die Situation aufmerksam, erkannten die Schwere der Lage und forderten Verstärkung an. Der 19-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.

Insgesamt schweben derzeit drei Männer in Lebensgefahr: zwei aus dem Vorfall in Favoriten und einer aus dem Vorfall in der Leopoldstadt. Die Polizei warnt vor weiteren Gewalttaten und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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