Ich wurde ein Linker, ohne es zu merken. Es war keine bewusste Entscheidung. Es war eine Art Sog, der mich mitriss. Alle um mich herum redeten damals das Gleiche, bis auf diejenigen, die gar nichts sagten. In unserer Welt gab es nur ganz wenige, die für die CDU oder die FDP waren, in unserer Klasse genau einen. Das war der Nazi. So nannten ihn manche. Der Nazi, sage ich heute, war der einzige Individualist unter uns. Er war in der Jungen Union. Nazi oder auch Faschist waren Sammelbegriffe für alle, die sich von einer sozialistischen Revolution nicht die Lösung aller Weltprobleme versprachen. Zu Partys wurden solche Leute nicht eingeladen.„“

Der Beitrag Martenstein: „Wie ich Faschist wurde“ erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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