Israel hat eine millionenschwere Kampagne gestartet – angeführt von einem ehemaligen engen Vertrauten von Präsident Trump –, um neu zu gestalten, wie KI-Plattformen das Land darstellen.

Der Grund dazu liegt auf der Hand: Plattformen wie ChatGPT, Claude und Gemini spielen eine immer zentralere Rolle bei der Meinungsbildung – und Länder, Unternehmen und andere mächtige Interessengruppen geben viel Geld aus, um sie zu beeinflussen.

Manipulation von den „Qualtätsmedien“ bis zur KI gewünscht

Die Umsetzung: Israel engagierte im vergangenen September den republikanischen Digitalstrategen Brad Parscale, der als Trumps Wahlkampfleiter 2020 fungierte, um eine pro-israelische Social-Media-Kampagne zu leiten.

  • Zu dieser Zeit warnten pro-israelische Persönlichkeiten, dass das Land den Social-Media-Krieg verliere.
  • Dazu gehörten auch KI-Plattformen, die – wie Parscale es sah – überwiegend auf anti-israelische Informationen zurückgriffen, die negative Stimmungen gegenüber dem Land schürten.
  • Also startete Parscales Team ein Projekt, das darauf abzielte, KI-Systeme dazu zu bringen, Israel in einem positiveren Licht darzustellen.

So funktioniert das: Market Brew, ein Unternehmen für Online-Suche und KI-Modellierung, in das Parscales Firma investiert, machte sich daran, Israel-freundliche Inhalte in den Online-Kreislauf einzuschleusen. Das Ziel: Die Informationen so zu präsentieren, dass sie von KI-Plattformen aufgenommen werden.

  • Das Team erstellte neun Websites, deren Inhalte darauf ausgelegt waren, der „Denkweise“ von KI-Plattformen wie ChatGPT zu entsprechen, und simulierte, welche Inhalte diese am ehesten anzeigen würden.
  • Zu den Websites gehören paxpoint.org, das „Israels anhaltendes Engagement für Frieden und Koexistenz hervorhebt“, oder factsignal.org, das zeigt, wie „die Einstufung der Hamas als terroristische Organisation den globalen Konsens widerspiegelt“.

Die Digitalstrategen entwickelten eine gefälschte KI-Plattform und testeten anschließend, ob diese Inhalte von den Websites abrief.

  • Sie stellten fest, dass Informationen, die am ehesten von KI-Plattformen erfasst werden, auf soliden Quellen basieren, in einem sachlichen Ton verfasst und klar strukturiert sind.
  • Parscales Team gibt an, Erfolge zu verzeichnen, da beliebte KI-Systeme Informationen von den Websites in ihre Antworten einbeziehen – allerdings lehnte es ab, Daten öffentlich zugänglich zu machen.

Manipulation noch in den Kinderschuhen:  Inwieweit diese Taktiken die KI-Ergebnisse bisher tatsächlich beeinflussen, ist unklar.

  • Parscales Team gibt an, Erfolge zu verzeichnen, da beliebte KI-Systeme Informationen von den Websites in ihre Antworten einbeziehen – allerdings lehnte es ab, Daten öffentlich zugänglich zu machen.
  • Als AXIOS auf ChatGPT eine Suche zu Israel und der Hamas durchführte und dabei Formulierungen von einer der von Parscales Team erstellten Websites verwendete, wurde keine davon in der Antwort zitiert.

KI manipulationsresistenter als „Qualitätsmedien“: „Es gibt ein Missverständnis, dass man KI-Systeme irgendwie direkt beeinflussen oder überzeugen kann. So funktionieren sie eigentlich nicht“, sagt Scott Stouffer, Gründer und Chief Technology Officer von Market Brew.

  • „Was man tun kann, ist sicherzustellen, dass die eigenen Informationen so strukturiert, mit Quellenangaben versehen und aufeinander abgestimmt sind, dass diese Systeme sie eher abrufen, wenn jemand eine Frage stellt. Es geht weniger darum, die Diskussion zu verändern, als vielmehr darum, sicherzustellen, dass Ihre Fakten dafür in Frage kommen, Teil davon zu sein.“

Realitätscheck: Trotz des KI-Vorstoßes wird Israel in den USA zunehmend unbeliebt.

  • 60 Prozent der Amerikaner äußerten in einer aktuellen Pew-Research-Umfrage eine ablehnende Haltung gegenüber Israel, gegenüber 53 Prozent im Jahr zuvor.

Ein Vertreter des israelischen Außenministeriums reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Was kommt als Nächstes: Israel hat Parscales Firma neun (!) Millionen Dollar gezahlt und kürzlich den Vertrag mit dem ehemaligen Trump-Berater verlängert.

  • Parscales Team unternimmt weitere Schritte, um Israel zu stärken, unter anderem mit einer SMS-Kampagne und digitaler Werbung.

Die Zukunftsperspektive: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat erklärt, dass die Durchführung einer aggressiven Social-Media-Kampagne eine Priorität für das Land sei. Quelle: AXIOS




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