Der Direktor des Louvre-Museums, Christophe Leribault, hat am Mittwoch erklärt, dass sich das Museum in einem besorgniserregenden Zustand befinde. Die französische Zeitung Le Figaro zitiert seine Worte:
„Sagen wir es offen: Trotz aller Größe und trotz der täglichen Arbeit des Museumsteams geht dem Louvre die Luft aus.“
Leribault betonte, dass sowohl die Ausstattung als auch die Infrastruktur des Museums das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hätten. Es brauche immer mehr dringende Bauarbeiten, während Investitionen schwer zu erhalten seien. Zu den kurzfristigen Prioritäten gehöre die Renovierung eines Flügels des Museums, wofür mehr als 10.000 Exponate verlagert werden müssen.
Le nouveau président du Louvre affirme que le musée est à «bout de souffle» et fait face à un «mur d’investissements» →https://t.co/yGFa6nAblB pic.twitter.com/wRrHWN2XAF
— Le Figaro (@Le_Figaro) June 17, 2026
Der Direktor kündigte zudem an, dass das Museum ab dem Jahr 2027 mit einem neuen Videosicherheitssystem ausgestattet werden soll, und versprach, „die dringendsten Probleme selbst in die Hand zu nehmen“.
In den vergangenen Jahren wurde der Louvre mit zahlreichen Problemen konfrontiert. So musste das Museum im Februar 2026 wegen einer Überflutung teilweise geschlossen werden. Bereits im November 2025 war es zu einem Wasserleck im hydraulischen System gekommen, das den Louvre heizt und belüftet. Dabei wurde die Bibliothek im Saal der ägyptischen Antikenabteilung überflutet und etwa 300 bis 400 Bücher beschädigt.
Zudem wurde der Louvre im vergangenen Jahr Opfer eines Diebstahls: Am 19. Oktober 2025 entwendete eine Gruppe von vier Personen acht Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro. Die vier Verdächtigen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, die gestohlenen Juwelen wurden jedoch bislang nicht gefunden.
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