Am Donnerstag stand Friedrich Merz in Salzwedel auf der Bühne des Kulturhauses, beim „Tag des Lokaljournalismus“ in Sachsen-Anhalt, wenige Monate vor der Landtagswahl. Es hätte ein Auftritt werden können, bei dem ein stark angeschlagener Kanzler zeigt, dass er das Land hört. Heraus kam wieder mal ein Abend, der wirkte wie politische Simultanübersetzung ohne Übersetzer: Bürger redeten über Alltag, Kosten, Krankheit, Mobilität, Medien, Kontrollverlust. Merz antwortete in Kanzlerdeutsch, in Ausflüchten, in Belehrungen, in Lügen, in weltpolitischer Selbstzuschreibung. Beide Seiten sprechen dieselbe Sprache. Aber weder kommt bei dem einen an, um was es den Menschen geht. Noch lassen sich die anderen, die Bürger, diesen gequirlten Mist weiter als große Politik verkaufen.
Der Beitrag Lost in Translation erschien zuerst auf Tichys Einblick.
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