Der Literaturbetrieb war einmal der Ort, an dem gefährliche Gedanken, unbequeme Bücher und streitbare Autoren nicht nur geduldet, sondern gebraucht wurden. Literatur lebt davon, dass sie Grenzen überschreitet, Selbstverständlichkeiten angreift, Gewissheiten irritiert und Leser mit Weltbildern konfrontiert, die sie nicht ohnehin schon teilen. Ein Buchmarkt, der nur noch das moralisch Erwünschte sichtbar macht, ist kein […]

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