Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat den deutschen Außenminister Johann Wadephul als „Goebbels‘ guten Schüler“ bezeichnet, nachdem dieser erneut Vorwürfe im Zusammenhang mit den Ereignissen in der ukrainischen Stadt Butscha wiederholt hatte. Auf einer Pressekonferenz sagte Lawrow:

„Wenn Herr Wadephul plötzlich wieder erklärt, Butscha sei ein Symbol des russischen Terrors gegen die Ukraine, dann ist er offenbar ein guter Schüler von Goebbels.“

Der Chefdiplomat erinnerte daran, dass Russland seit längerer Zeit von den Vereinten Nationen eine Liste derjenigen Personen angefordert habe, deren Leichen nach Darstellung westlicher Medien in Butscha im Jahr 2022 gezeigt worden waren. Er betonte:

„Bis heute, vier Jahre danach, können wir keine Informationen erhalten.“

Am 30. März 2022 hatten die russischen Streitkräfte im Zuge der Verhandlungen mit der Ukraine in Istanbul als Geste des guten Willens Positionen im Raum Kiew aufgegeben, darunter auch in Butscha. Am 31. März bestätigte dies der Leiter der lokalen Verwaltung vor Kameras. Wenige Tage später veröffentlichten westliche Medien Aufnahmen, auf denen im Gegensatz zu früheren Videoaufnahmen angeblich tote Menschen auf den Straßen liegend zu sehen waren.

Im April 2022 erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass das veröffentlichte Foto- und Videomaterial, das angebliche Verbrechen russischer Soldaten zeigen soll, eine Provokation sei. Während der Zeit der Kontrolle der Stadt durch russische Truppen sei nach Angaben des Ministeriums kein einziger Zivilist durch Gewalt zu Schaden gekommen. Russland leitete in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren wegen der Verbreitung angeblich falscher Informationen über die russischen Streitkräfte ein.

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