Die kolportierten Zahlen, die Ebola-Epidemie im Kongo betreffend sind im Mainstream allgegenwärtig, doch wie „vertrauenswürdig“ sind diese überhaupt?

Jedenfalls werden diese, seitens des Kongo verlautbarten Zahlen, als „Rechtfertigung“ für Milliardenhilfen an das zentralafrikanische Land herangezogen.

Vertrauenswürdige Zahlen oder Milliardenbetrug?

Können wir also den Ebola-Zahlen aus dem Kongo vertrauen, die als Rechtfertigung für Finanzhilfen in Milliardenhöhe herangezogen werden? Die Vereinigten Staaten jedenfalls planen bereits, zusätzliche Mittel in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar für die Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo zu beantragen, wie auch John Fleetwood für substack.com berichtet hatte.

Es erheben sich dazu wohl einige Fragen die sich berechtigter Weise auf „Erfahrungswerte“ stützen dürfen. Wie viel von dem Geld, das dort ankommt, geht durch Korruption und Profitgier im Rahmen der Hilfsmaßnahmen verloren? Des Weiteren, in welchem Umfang Betrug begangen wird, um diese Mittel überhaupt erst zu erhalten, einschließlich der Frage, ob offizielle Fallzahlen, Todeszahlen und Behauptungen über eine rasche Ausbreitung „frisiert“ oder manipuliert werden, um die beantragten hohen Summen rechtfertigen zu können.

Diese Frage erscheint wohl besonders bedeutsam, da das US-Militär im Rahmen einer Peer-Review bestätigt hatte, dass Ebola-PCR-Tests, die zur „Bestätigung“ der Infektionszahlen verwendet werden, bei denselben menschlichen Proben widersprüchliche Ergebnisse geliefert hatten. Auch kein neues Phänomen, PCR-Tests betreffend. Zudem wird die genetische Sequenzordnung der PCR-Primer und -Sonden weder vom Hersteller noch von der Person, die den Test durchführt, überprüft, was Fragen zur Genauigkeit aufwirft und dazu, wie leicht die Tests falsche Ergebnisse liefern oder manipuliert werden können.

270 Mio. Dollar bereits zugesagt

Da letztendlich die amerikanischen Steuerzahler zur Finanzierung herangezogen werden, sollte man direkte und ehrliche Antworten einfordern können.
Das US-Außenministerium hatte mittlerweile angekündigt, mehr als 270 Millionen Dollar an direkten Mitteln für die Ebola-Bekämpfung bereitzustellen. Die CDC hat bereits 107 Millionen Dollar an Notfallmitteln für die Ebola-Bekämpfung freigegeben und all dies, während die USA Funktionsgewinn-Experimente finanzieren, die mutiertes Ebola resistent gegen Medikamente machen sollen.

Ein Land, wie der Kongo, das jährlich 10–15 Milliarden Dollar durch Betrug verliert, sollte allerdings ganz besonderen „Überprüfungskriterien“ unterzogen werden. Bereits im Jahr 2015 hatte der Antikorruptionsberater von Präsident Joseph Kabila öffentlich erklärt, dass dem Kongo jährlich 10 bis 15 Milliarden Dollar durch Betrug, Steuerhinterziehung und Geldabflüsse entgehen würden, ein Betrag, der fast dem Doppelten des damaligen Staatshaushalts entsprochen hatte. Er hatte erklärt, das Problem sei bis in die höchsten Regierungsebenen hinein zu spüren und eben diese systemische Korruption hält dort seit Jahren an.

Präzedenzfall „Ebola-Business“

Während des angeblichen Ebola-Ausbruchs von 2018 bis 2020 führte der Geldfluss in Höhe von Hunderten Millionen Dollar zu dem, was viele vor Ort offen als das „Ebola-Business“ bezeichnet hatten.

Untersuchungen hatten überhöhte Vertragsbeträge, Schmiergelder, überzogene Tagegelder für Sicherheitskräfte und andere Machenschaften klar belegt. Einige Gemeinden und Einsatzkräfte waren der Ansicht gewesen, dass bestimmte Akteure ein finanzielles Interesse daran hatten, die Krise zu verlängern, da dadurch der Geldfluss aufrechterhalten worden war. Angriffe auf Gesundheitspersonal wurden teilweise durch diese Wahrnehmung zusätzlich angeheizt.

Ein von der UNO in Auftrag gegebener Bericht hatte davor gewarnt, dass diese Praktiken künftige Hilfsmaßnahmen beeinträchtigen würden. Zu den aktuellen Zahlen wie auch dem Finanzierungsantrag melden die Behörden derzeit einen schweren Ebola-Ausbruch. Sie erklären, dass sich das Virus rasch ausbreiten würde, offizielle Zahlen nennen weit über 1.000 bestätigte Fälle und Hunderte von Todesfällen seit Mitte Mai.

Diese Zahlen werden sodann herangezogen, um dringende, groß angelegte internationale Finanzhilfen zu rechtfertigen, darunter die mehr als 1,4 Milliarden Dollar, die derzeit vom US-Kongress beantragt werden.

Inwieweit sind diese Zahlen vertrauenswürdig?

Wenn ein Land nachweislich jährlich 10 bis 15 Milliarden Dollar durch Betrug verliert und wenn die vorherige Ebola-Bekämpfung ein klares „Ebola-Geschäft“ hervorgebracht hat, bei dem finanzielle Anreize bestanden hatten, die Krise am Leben zu erhalten, ist es nur logisch zu hinterfragen, ob dann die aktuellen Fallzahlen und Angaben zur Ausbreitungsgeschwindigkeit vollständig zutreffend sind, oder ob sie übertrieben werden, um neue Hilfsgelder in Milliardenhöhe dadurch zu erwirtschaften.

Bislang konnte allerdings keine unabhängige Untersuchung bewiesen, dass die Zahlen für 2026 gefälscht oder erheblich überhöht sind. Gleichzeitig wurde jedoch keine transparente, unabhängige Überprüfung veröffentlicht, die begründete Zweifel ausräumen könnte, in einem Umfeld, in dem Betrug seit langem systemisch ist und in dem umfangreiche Finanzmittel mehr als starke Anreize schaffen.

Wie viel der beantragten Mittel geht hier also durch Schmiergelder, überhöhte Verträge und Profitgier verloren, sobald sie den Kongo erreichet haben? Wie viel von der offiziellen Darstellung des Ausbruchs, einschließlich der Fallzahlen, die zur Rechtfertigung der Gelder herangezogen werden, ist selbst das Ergebnis von Betrug, der darauf abzielt, diese Mittel zu sichern?

Sie berühren den Kern der Frage, ob das Ausmaß der Krise und die Höhe der beantragten Mittel auf verlässlichen Informationen beruhen oder auf denselben Manipulationsmustern, die bereits in der Vergangenheit zu beobachten gewesen waren.

Solange es keine fundierte, unabhängige Überprüfung der Zahlen und keine wirksamen Schutzmaßnahmen gegen beide Arten von Betrug gibt, ist Skepsis darüber, inwieweit die Ebola-Zahlen aus dem Kongo der Realität entsprechen und inwieweit sie zur Sicherung von Finanzmitteln manipuliert werden, nicht nur gerechtfertigt, sondern unabdingbar notwendig.



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