Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Kritik an Europa wegen mangelnder Unterstützung im Nahostkonflikt als unfair zurückgewiesen. In einem Interview mit dem TV-Sender CNN bei ihrem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten erklärte sie, Europa habe die Situation nicht verursacht, tue aber gleichzeitig viel für die Region. Sie verwies dabei auf den Marineeinsatz zur Sicherung des Roten Meeres, die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte im Kampf gegen die Hisbollah und die Hamas, die Förderung der Zweistaatenlösung, die Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde sowie Beiträge zur Luftabwehr.

Natürlich könnten alle mehr tun, aber auch in Europa gebe es Sicherheitsprobleme, führte Kaja Kallas weiter aus. Der Ukraine-Konflikt dauere seit mehreren Jahren an, ohne dass Europa nennenswerte Unterstützung von den Golfstaaten erhalten habe.

Die Unterstützung dürfe nicht einseitig sein, betonte Kallas und forderte die Golfstaaten auf, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen und Europa im Ukraine-Konflikt zu unterstützen. Gegenseitiger Beistand sei entscheidend, um globale Sicherheitsprobleme wirksam anzugehen.

Außerdem sollte das Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten nach Ansicht der EU-Chefdiplomatin den Libanon umfassen. Die massiven Angriffe auf das Land müssten enden. Die Waffenruhe sei fragil, es müsse alles getan werden, damit die Parteien tatsächlich an den Verhandlungstisch kommen.

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