Nach monatelangen völkerrechtswidrigen Bodenoperationen im Südlibanon hat Israel nun eine dauerhafte Pufferzone zu Land und zu Wasser erklärt.

Damit hat man sich Gebiete einverleibt, die Israel fraglos nach internationalem Recht niemals zustanden.

70 Dörfer „annektiert“

Besagte Zone umfasst 70 libanesische Dörfer, darunter weiterhin bewohnte christliche Orte wie Rmeish, Ain Ebel, Debel sowie die sunnitische Stadt Shebaa.

Israels neue Seegrenze umfasst nun auch „ganz zufällig“ und vollständig das libanesische Qana-Gasfeld, dessen Explorationsrechte im, von den USA vermittelten Seeabkommen von 2022, garantiert worden waren.
TotalEnergies hatte in Qana angeblich keine kommerziell nutzbaren Reserven gefunden und Block 9 im Jahr 2023 aufgegeben. Block 8 war jedoch unerforscht geblieben, und die Kontrolle über Qana besitzt ohne Frage große strategische Bedeutung.

Frühere Schätzungen waren von bis zu 100 Milliarden Kubikmetern Gas im Wert von 20 bis 40 Milliarden Dollar ausgegangen, diese Zahlen gelten möglicher Weise inzwischen jedoch als unsicher.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, dass Bewohner dieser Orte nicht zurückkehren dürfen, was somit zweifelsfrei einer dauerhaften Vertreibung an Stelle vorübergehender Sicherheitsmaßnahme gleichkommt.
Die Israel Defense Forces präparieren Wohnviertel mit Sprengstoff, filmen Zerstörungen und veröffentlichen die Aufnahmen dann online. Seit dem 2. März sollen durchschnittlich 1.000 Häuser pro Tag zerstört worden sein.

Vergeltungsschläge der Hezbollah

Als direkte Reaktion auf wiederholte israelische Waffenstillstandsverletzungen und die einseitige Landnahme hatte die Hezbollah am 19. April einen israelischen Konvoi mit acht Fahrzeugen angegriffen und innerhalb einer Stunde vier Merkavatank-Panzer mit Sprengsätzen eliminiert. Zwei israelische Soldaten sollen seit dem Waffenstillstand getötet worden sein.
Fünf israelische Militärdivisionen sowie Marinekräfte operieren weiterhin südlich der festgelegten Linie, somit ein dauerhafter militärischer Fußabdruck, keinesfalls ein Rückzug.

Dies ist somit keine Verteidigungszone, es bedeutet Annexion unter einem anderen Namen. Israel ist also im Begriff die Südgrenze des Libanon auszulöschen, eignet sich Offshore-Gasressourcen an und vertreibt Zehntausende Zivilisten unter dem Deckmantel eines „Waffenstillstands“.

Das 2022 von den USA vermittelte Abkommen ist somit völlig wertlos, wenn eine Seite es einfach ignoriert.

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