Innerhalb einer Analyse zum Anschlag auf den CSD erläutert die Journalistin Sigrid Herrmann die Motive von fanatischen Islamisten.

Der Islam und unsere Mädchen

In Deutschland wird oft verkannt, dass sich islamistische Fanatiker weder integrieren noch deradikalisieren lassen, sagt Sigrid Herrmann und fordert, dass sich die Gesellschaft dieser Realität stellen muss.

Wie weit sind Gewalt und Homophobie im Islam verankert?

Der Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin, bei dem der mutmaßliche Täter Abdul Ballout am Samstag eine 65-jährige Frau getötet und mehrere Menschen schwer verletzt hat, hat nun zu heftigen Diskussionen geführt. Aber die Debatten drehen sich nur selten darum, wie weit Gewalt und Homophobie in der Religion verankert sind. Meistens geht es darum, welchen Sinn Jugendstrafrecht bei islamistischen Gefährdern ergibt und wie die Gesellschaft die Gefährlichkeit von Islamisten einschätzen kann.

Religiöse Feindbilder als Anschlagsziel

Abdul Ballout wurde bei der Festnahme erschossen. Und so kann er keine Auskunft mehr darüber geben, wie weit sein Handeln durch Familie und religiöses Umfeld beeinflusst wurde. Islamistische Attentäter suchen sich Ziele, die ihren religiösen Feindbildern entsprechen. Neben Juden, Homosexuellen sind das auch Frauen, die sich nicht unterwerfen.

Homosexualität ist im Islam, sofern man sie auslebt, eine frevelhafte Tat, die in islamisch geprägten Ländern nicht selten noch als Vergehen gilt und zum Teil drakonisch bestraft wird. Auch Muslime, die in Mitteleuropa leben, vertreten, sofern sie konservativ sind, häufig homophobe Haltungen. Auf den Beifall dieser Muslime hoffte der Täter wohl. Das islamische Prinzip, das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten, führt dazu, dass ein Motiv leicht gefunden ist. Wird der Islam radikal genug verstanden und tritt noch ein Anlass oder die Gelegenheit hinzu, kann das in Gewalt münden.

Was ist der Unterschied zwischen einem psychischen Problem und religiösem Fanatismus?

Dabei ist nicht immer ganz leicht abzugrenzen, was ein psychisches Problem ist und was religiöser Fanatismus. Häufig ist jedoch zu unterscheiden, ob der Täter steuerungsfähig war, ob Ziel, Ort und Zeit religiös herzuleiten sind oder der Täter nicht steuerungsfähig war. In letzter Zeit wird häufig voreilig eine psychische Störung angenommen, weil die Vorstellung des religiösen Fanatismus in der modernen Gesellschaft nicht mehr sehr ausgeprägt ist.

Wir müssen uns der gefährlichen Realität stellen

Dabei sind Fanatiker tatsächlich da; Staats- und Verfassungsschutz gehen von Tausenden gewaltbereiten Islamisten aus. Nicht jedem wird sofort eine Terrortat zugetraut, aber sie stellen trotzdem eine Gefahr dar. Und die Gefahr geht auch davon aus, dass – wie im aktuellen Fall – Gerichte und sogar die befassten Deradikalisierungsanbieter die Person falsch einschätzen. Die ein paar Lippenbekenntnisse ernst nehmen oder auch eine Betreuung ablehnen, weil bei ganz radikalen Erwachsenen, die fanatisch ins Jenseits wollen, schlicht keine Angebote zur Verfügung stehen. Die letztlich manchmal mehr ihre Wunschbilder von frommen Personen bearbeiten denn die unschöne Realität.

Staatlich geförderter Islamunterricht mit fragwürdigen Inhalten

Doch dieser Realität müssen wir uns stellen. Denn der Fanatismus sprießt und wird in Familien und Koranschulen gefördert. Staatlicher Islamunterricht, der gerne gefordert wird, setzt spät ein. Und die Fundamentalisten haben schon ihren Trick, wie sie ihre Angebote Eltern schmackhaft machen; sie verkünden, im staatlichen Unterricht würde ein falscher Islam gelehrt, gegen den man Kinder unbedingt vorher immunisieren müsse. Sie würden sonst in der Hölle landen, weil dieser Unterricht die Grundfesten des Islams aufweiche. Sie und ihre Eltern würden zu schlechten Muslimen, wenn sie da nicht entsprechend vorbeugen.

Egal, wie man es dreht und wendet, werden Fundamentalisten, die die Disposition für Radikalität legen, immer ihren Zugang finden. Denn so lange Kinder in der Angst erzogen werden, es gebe nur „halal“ und „haram“, also erlaubt und verboten, und das Verbotene führe sie in die Hölle, werden sie Fragen haben, wie sie das vermeiden können.

Quelle und Autorin: Sigrid Herrmann analysiert islamistische Netzwerke und beobachtet deren Einflüsse auf gesellschaftliche Entwicklungen, Organisationen und Politik. Insbesondere das Eintreten gegen Islamismus und Antisemitismus ist ihr wichtig. Sie veröffentlicht regelmäßig auf ihrem Blog „Islamismus und Gesellschaft“ Teile ihrer Recherchen, erstellt Gutachten und Strukturanalysen und gestaltet individualisierte Fortbildungen für Schulen und Organisationen.

UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 



x

 

 

 

The post Islamismus lässt keinen Platz für andere Lebensentwürfe appeared first on UNSER MITTELEUROPA.

Abbildung des Banners Meinung ist keine Straftat
Nach oben scrollen