Der Ökonom Clemens Fuest ist der Nachfolger des Marktwirtschaftlers Hans-Werner Sinn als Präsident des Münchner ifo-Instituts. Landläufig gilt der gebürtige Nürnberger gleichermaßen als Marktwirtschaftler, als liberaler Ökonom, der staatliche Interventionen, überbordende öffentliche Haushalte und Subventionen kritisch sieht. So zumindest klingt sein Ruf landauf, landab. Vor diesem Hintergrund wirkt es umso befremdlicher, dass ausgerechnet Fuest in einem Debattenbeitrag am Mittwoch im „Handelsblatt“ zur Staatsschuldenkrise auf die kuriose Idee kam, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent abzuschaffen und einen einheitlichen Satz von 19 Prozent zu etablieren.
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