Der Chef der Freien Wähler und Wirtschaftsminister des Freistaats Bayern Hubert Aiwanger ist am Mittwochabend Medienberichten zufolge tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Aiwanger war 55 Jahre alt.

Nach Angaben aus Parteikreisen war Aiwanger am Nachmittag der Eröffnung des neuen Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin ferngeblieben, weil er sich nicht wohlfühlte. Er war deshalb auf seinem Hotelzimmer geblieben, wo er später leblos aufgefunden wurde.

Nach ersten Informationen des Tagesspiegels aus Polizeikreisen gibt es bislang keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Als Ursache werden akute gesundheitliche Gründe vermutet. Die exakte Todesursache steht jedoch noch nicht offiziell fest.

Geboren wurde Aiwanger am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach (Niederbayern), wo er auf dem elterlichen Bauernhof aufwuchs. Nach Abitur 1990 und Ableistung des Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr studierte er Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Weihenstephan. 2002 trat er den Freien Wählern (FW) bei und übernahm 2006 den bayerischen Landesvorsitz sowie 2008 den Vorsitz der Bundespartei. Ebenfalls 2008 wurde er erstmals als Abgeordneter in den Bayerischen Landtag gewählt und blieb dort bis 2018 Fraktionsvorsitzender.

Nach der Landtagswahl 2018 bildete er mit der CSU eine Koalition und wurde bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Zeitgleich amtierte er als stellvertretender Ministerpräsident von Bayern an der Seite von Markus Söder (CSU). Seine Amtszeit wurde nach der Landtagswahl 2023 trotz der sogenannten „Flugblattaffäre“ durch eine Fortführung der Koalition bestätigt.

Aiwanger lebte in einer Beziehung mit der CSU-Politikerin und Landrätin Tanja Schweiger, das Paar hat zwei gemeinsame Söhne. Neben der Politik bewirtschaftete er weiterhin den heimischen Bauernhof und war aktiver Jäger.

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