Die Geburtenrate in Italien hat einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Im Jahr 2025 sank die durchschnittliche Kinderzahl je Frau auf 1,14, nachdem sie 2024 noch bei 1,18 gelegen hatte. Das geht aus einem Bericht des italienischen Statistikamtes Istat hervor.

Damit liegt die Geburtenrate deutlich unter dem Wert von 2,1 Kindern pro Frau, der langfristig für den natürlichen Erhalt der Bevölkerungszahl erforderlich wäre.

Auch die absolute Zahl der Geburten erreichte einen Negativrekord: 2025 kamen in Italien lediglich 355.772 Kinder zur Welt. Das entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent beziehungsweise rund 14.000 Geburten gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig entscheiden sich italienische Frauen immer später für Nachwuchs. Das durchschnittliche Alter bei der Geburt eines Kindes stieg auf 32,7 Jahre und liegt damit fast drei Jahre über dem Wert von 1995. Bei der Geburt des ersten Kindes erreichte das Durchschnittsalter erstmals 32 Jahre. Vor drei Jahrzehnten lag es noch bei 28,1 Jahren.

Der bisherige historische Tiefstand der Geburtenrate wurde 1995 mit 1,19 Kindern je Frau verzeichnet. Zwischen 2008 und 2010 erreichte die Rate dagegen noch einen Höchstwert von 1,44.

 

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