Wie die thüringische Polizei heute über Pressemitteilungen bekannt gab, sind in zwei Gemeinden mit Nadeln gespickte Halloween-Gaben aufgetaucht. Betroffen sind den Polizeiangaben zufolge der Ortsteil Wintzingerode der Stadt Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld sowie die Landgemeinde Herbsleben im Kreis Unstrut-Hainich.

In Wintzingerode fanden demnach Kinder beim Auspacken der gesammelten Halloween-Gaben in mehreren Süßigkeiten Nadeln aus Metall. Bisher ist noch unklar, wer die Süßwaren damit präpariert hat. Da die Kinder viele Haushalte am Halloween-Abend aufgesucht und um Süßigkeiten gebeten haben, gestaltet sich die Fahndung nach dem Täter schwierig. Die Herkunft der betroffenen Süßwaren lasse sich derzeit noch nicht genauer eingrenzen, heißt es.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich nicht um ein Versehen handelt, sondern dass die Nadeln absichtlich in die Süßigkeiten gesteckt wurden, mit dem Ziel, die Kinder zu verletzen. Es läuft bereits ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Die Landespolizeiinspektion Nordhausen ruft Eltern von Kindern, die gestern zum Süßigkeiten-Sammeln unterwegs waren, dazu auf, die Ausbeute ihrer Kinder lückenlos zu überprüfen, um Verletzungen zu vermeiden.

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Über die sozialen Medien wurde der Polizeiinspektion Unstrut-Hainich am Sonntagmittag ein weiterer Fall einer gefährlichen Manipulation von Halloween-Süßigkeiten bekannt. Demnach haben Kinder beim Auspacken der Süßwaren einen Bonbon entdeckt, in dem eine Nadel steckte. Auch hier wurde bisher noch kein Täter ermittelt.

Die Polizei Mühlhausen ruft zu Zeugenhinweisen auf. Insbesondere möchte sie wissen, in welchen Haushalten gleichartige Süßigkeiten verteilt wurden. Die Kinder, an die die präparierte Süßigkeit ausgegeben worden war, sind vier und zehn Jahre alt. Sie waren in Begleitung am Samstagabend zwischen 18.15 und 19.15 Uhr in Herbsleben umhergezogen.

Zu einem weiteren Vorfall war es der Bild zufolge im rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen gekommen, der sich allerdings mittlerweile geklärt hat. Ein neunjähriger Halloween-Sammler hatte an einem Kaubonbon zwei winzige Magnete entdeckt. Das Verschlucken von Magneten kann sich für Kinder potenziell lebensgefährlich auswirken.

Wie die Polizei Mainz am Sonntagnachmittag bekannt gab, lag in diesem Fall allerdings keine Straftat vor: Die Süßigkeit sei nicht absichtlich manipuliert worden, die Magneten seien aus Versehen in die Nascherei gelangt.

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