Immer wieder wird berichtet, dass ein bereits großer Konzern von einem anderen aufgekauft wird, für mehrstellige Milliardenbeträge. Mit welchem Ziel geschieht das und wer profitiert davon?
Von PETER HAISENKO | Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb. Einem fairen Wettbewerb. Das beste Produkt soll sich durchsetzen. Je weniger Wettbewerb es gibt, umso weniger positive Entwicklungen wird es geben. Marktwirtschaft ist das Abbild der Natur. In der Natur setzt sich immer die Entwicklung, die Mutation, durch, die mit den Umständen am besten zurecht kommt. So ist die Welt entstanden, in der wir leben. Allerdings müssen wir auch in der Natur beobachten, dass es Arten gibt, die sich derart dominant entwickeln, dass sie alles rundherum ersticken. Auch die von Menschen durchgeführte Einführung einer für ein Ökosystem fremden Art kann zu einer zerstörerischen Entwicklung führen, wenn diese Art keine natürlichen Feinde vor Ort hat. Man erinnere sich an die Kaninchen, die unbedacht in Australien ausgesetzt worden sind. Oder an das Waschbärenpaar, das von Hessen aus ganz Europa zu erobern droht.
Wie Australien gezeigt hat, hat die Natur selbst der Kaninchenplage in Australien Grenzen gesetzt. Ein Virus, der nur Kaninchen befällt und eine Augenkrankheit auslöst, hat die katastrophale Übernahme Australiens durch Kaninchen eingedämmt. Dieses Beispiel zeigt, dass es die Natur nicht zulässt, zerstörerische monopolartige Zustände bestehen zu lassen. Betrachten wir dazu die Entwicklung der Weltwirtschaft, müssen wir beobachten, dass sie sich mit den Großfusionen von Konzernen immer weiter in Richtung von Monopolen bewegt. Ebenfalls ist zu beobachten, wie mit dem Einsatz von viel Geld neue Konzerne geschaffen werden, die nach einer Verlustphase einen monopolähnlichen Status erreichen. So sollte es klar sein, dass diese Fusionen, Übernahmen und Monopolbildungen nur möglich sind, wenn etliche Milliarden eingesetzt werden.
Käuferkartelle dominieren den Mittelstand
Schon jetzt gibt es Quasi-Monopole, die die Marktwirtschaft auf den Kopf stellen. Es sind die Großeinkäufer, die mit Käuferkartellen darüber bestimmen, welchen Preis ein Hersteller für seine Produkte erhält. Auch in der Landwirtschaft. Wiederum ist es die Politik, die mit ihren Gesetzen die Voraussetzungen geschaffen hat, dass es diese irrsinnigen Kapitalmengen überhaupt geben kann. Ebenso hat die Politik dafür gesorgt, dass Hersteller ihre Bilanzen offen legen müssen und so die Käuferkartelle genau wissen, bis zu welchem Tiefstpreis die Produzenten gedrückt werden können. Sie haben die Macht darüber zu bestimmen, ob ein Unternehmen florieren darf oder pleite geht. Macht ein Produzent bei der Preisdrückerei nicht mehr mit, lässt man ihn fallen und er kann seinen Laden schließen, weil es keinen Wettbewerber auf der Käuferseite gibt, der alternativ die Waren abnehmen wollte.
Doch betrachten wir was geschieht, wenn ein Konzern einen anderen mit vielen Milliarden aufkauft und warum er das überhaupt tut. Wer bezahlt die Rechnung? Die letzte Frage ist am einfachsten zu beantworten: der Konsument. Die Milliarden für die Übernahme kommen schließlich nicht aus der Portokasse. Zum größten Teil handelt es sich um Kredite und die kosten Zinsen, die auf den Warenpreis aufgeschlagen werden müssen. Zudem gibt es jetzt einen Wettbewerber weniger und so können dieselben Waren teurer verkauft werden. Das Endstadium ist dann ein Monopol und der Inhaber des Monopols kann für seine Waren verlangen, was er will. Er weiß auch, dass wiederum viele Milliarden notwendig wären, wollte jemand eine neue Konkurrenz aufbauen. Diese Vorgänge haben mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Es ist die Diktatur des Großkapitals und die Kunden zahlen die Zeche.
Fusionen und Subunternehmen
Das gesamte System ist pervertiert. Auf der einen Seite werden die Konzerne immer größer durch Aufkäufe und Fusionen und auf der anderen Seite verlagern sie ganze Produktionsbereiche an Subunternehmen. Diese spielen dasselbe Spiel und kreieren weitere Subunternehmen. Immer mit dem Ziel, Löhne zu drücken und Tarifverträge zu umgehen. Das Resultat heißt: „Many chiefs and no indians“. Das heißt, dass es in jedem Subunternehmen gut bezahlte Chefs gibt, die von ihren schlecht bezahlten Arbeitern ihr Einkommen abdrücken. Von ganz oben an wird die Verantwortung immer weiter nach Unten durchgereicht. Wir großen Chefs können doch nicht die Verantwortung übernehmen für unsere Subunternehmen. Natürlich mahnen wir Tariftreue an, aber das wars dann schon mit dem Anstand. Und wenn es dann doch dick kommt, wird der Subunternehmer fallen gelassen, er geht in die Insolvenz. Was soll´s, wenn dann brave Arbeitnehmer schon wieder einen neuen Job suchen müssen? Das hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun, schon gar nicht mit Sozialer Marktwirtschaft, es ist die pure kapitalistische Gier auf Kosten der Kleinen.
Das große Ziel ist, den Mittelstand abzuschaffen bis es nur noch multinationale Großkonzerne gibt. Das zieht sich überall durch, bis in die Gastronomie. Sehen Sie dazu in die USA. Außer wenigen sehr teuren Oberklassenrestaurants gibt es fast nur noch die großen Ketten, abgestuft nach Preis und Qualität. Angefangen bei „Wendys“ und Mac Donalds bis „Sizzlers Steak House“. Betrachtet man diese Struktur ist es eine kommunistische Struktur, mit Massenware für das Volk und Exklaven für die „Nomenklatura“. Ich nenne das „kapitalistischen Kommunismus“. Und in der BRD? Das Massensterben unabhängiger Restaurants hat während des Corona-Wahnsinns seinen Anfang genommen. Während derselben Zeit begann auch das Massensterben des Mittelstands. Wer konnte diese Zeit überleben? Die Großkonzerne, die ihre Milliarden im Kreuz haben. Machen Sie sich in diesem Sinn Ihre eigenen Gedanken, ob die Sanktionen gegen russische Energie wirklich gegen Russland gerichtet sind oder eher die Zerschlagung des Mittelstands herbeiführen sollen.
Und der Gesetzesdschungel…
Kleinunternehmer leiden massiv unter Bürokratievorschriften und unsinnigen Gesetzen. Ein Bauunternehmer muss heutzutage zum Beispiel Juristen beschäftigen, um überhaupt noch eine Baugenehmigung erhalten zu können. Schließlich muss man sich durch den Dschungel von 20.000 Bauvorschriften arbeiten, bevor ein Bauantrag erst gestellt werden kann. Dann der Umgang mit bis zu 16 Fachreferaten von Wasserrecht bis Umweltschutz. Ein kleines Unternehmen hat da einen Kostenüberhang, den es kaum noch stemmen kann. Das gilt auch für Bäcker, Ärzte und Handwerker. Großkonzerne haben da hingegen wenig Probleme, denn die können sich eine Rechtsabteilung leisten. So sieht man auch hier, dass das wirtschaftliche Umfeld derart pervertiert ist, dass nur noch Großkonzerne überleben können. Dieser Zustand widerspricht den Grundsätzen der Marktwirtschaft.
Bis 1990 musste der Kapitalismus demonstrieren, dass er das bessere System zum Wohl des Menschen ist. Nach dem Sieg über den Kommunismus ist diese Hemmschwelle entfallen und der Kapitalismus kann sich fröhlich ausleben. Die von Lobbyisten gesteuerte Politik hat Stück für Stück die Voraussetzungen geschaffen, dass das Finanzkasino die Kontrolle über alles übernehmen kann. Lobbyisten, hinter denen unendliche Kapitalmengen stehen. Mit diesen Kapitalmengen sind dann die Übernahmen und Fusionen durchgeführt worden, die ökonomisch nur selten sinnvoll sind. Die aber den Zielen folgen, Weltmonopole zu errichten, die keine Konkurrenz mehr fürchten müssen. Gleichzeitig fördert das entfesselte System die Gier, weil es keine Grenze mehr gibt. Wer redet denn heutzutage von Millionären? Unter zweistelligen Milliarden ist man nicht mehr wirklich reich und mit diesen Milliarden kann man fast alles machen. Gesetze? Mit genügend Geld werden Anwaltskanzleien beschäftigt, die nahezu jedes verschachtelte Gesetz aushebeln können.
Zurück zur Marktwirtschaft!
Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb. Vom fairen Wettbewerb. Den kann es aber nicht geben, wenn die einen Geld im Überfluss haben und die kleinen an der Insolvenz längs schrammen. Nach 1990 wurden die Voraussetzungen geschaffen für ungezügelte Kapitalanhäufungen, die die Marktwirtschaft aushebeln. Um die Marktwirtschaft wieder herzustellen, muss ein radikaler Schnitt im Finanzwesen stattfinden. Tausende Milliarden, die nicht durch produktive Arbeit entstanden sein können, müssen schlicht annulliert werden. Sie sind überflüssig für einen reibungslosen (Welt-)Handel, ja sogar schädlich. Großkonzerne müssen zerteilt werden und die Unsitte der Sub-sub-sub-Unternehmen muss verboten werden. Es muss enden, dass Vorstände das Tausendfache vom niedrigen Einkommen der Produktiven an „Entlastung“ kassieren können. Erinnern Sie sich: Vor 1990 galt die Regel, dass das Gehalt eines Vorstands nicht höher sein sollte als das 40-fache des niedrigsten Gehalts im Konzern. Damals musste der Chef die niedrigsten Gehälter erhöhen, wenn er selbst mehr Geld haben wollte. Heute haben wir den „Mindestlohn“, was ein schlechter Witz ist, für jede „reiche“ Volkswirtschaft.
Das gesamte westliche Wirtschafts-, Finanz- und Politiksystem muss grundrenoviert werden. Kein westlicher Staat kann seine Schulden jemals begleichen. So müssen sich alle diese Staaten Insolvenzverfahren stellen und die verantwortlichen Politiker müssen vor Gericht gestellt werden wegen Insolvenzverschleppung. Ein solches überfälliges Vorgehen wird automatisch zu einer neu aufgestellten Ordnung führen und die Marktwirtschaft wieder auf die Füße stellen. Im Rahmen dessen werden die irrsinnigen Kapitalmengen schlicht verschwinden und damit die Übermacht des Kapitals. Und wenn Sie jetzt sagen, davor fürchte ich mich, dann sollten Sie über etwas nachdenken: Würde irgendetwas von dieser Welt verschwinden, außer diesem Geld, was wir zum Leben brauchen, wenn Stunde jetzt, sämtliche Guthaben und Schulden annulliert würden? Ja, auf der „oberen Seite“ würde Heulen und Zähneknirschen ausbrechen, aber alle anderen könnten Hosianna singen. Wir, die 99,999 Prozent, könnten wieder mit einem normalen gerechten Leben beginnen, in dem es uns definitiv besser gehen wird.
In diesem Sinn empfehle ich, unser Modell für eine neue Wirtschafts- und Finanzordnung zu betrachten: „Die Humane Marktwirtschaft“. Dieses revolutionäre System hat keinen einzigen Fehler des alten. Es ich nachhaltig, ohne Inflation und Lohnsteuer und es wird funktionieren, wie mir studierte Volkswirtschaftler bestätig haben. Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil indem sie dieses Werk lesen. Und keine Angst, ich habe es geschrieben ohne unverständliche Spezialwörter. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel.
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