Betrachtet man die Weltlage aus wirtschaftlicher und politischer Perspektive, so hat man den Eindruck, dass der Planet immer mehr in ein Chaos versinkt.
Von FRANZ FERDINAND | Der Planet leidet unter einer Verkettung von unendlich vielen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Problemen, die sich eher gegenseitig aufschaukeln, als dass sie sich irgendwie ausgleichen. Man redet viel von Nachhaltigkeit und träumt von einer Welt, die aus in sich geschlossenen Kreisläufen besteht, jedoch entwickelt sich der Planet in die genaue Gegenrichtung.
Dies hängt damit zusammen, dass geschlossene Kreisläufe nur lokal in Überschaubaren Dimensionen funktionieren können, durch die Globalisierung der Weltwirtschaft hingegen die Kreisläufe immer offener und damit instabiler werden.
Treibender Faktor ist der technische Fortschritt, der neue Möglichkeiten, aber auch neue Probleme schafft.
Mussten unsere Altvorderen mit dem auskommen, was die unmittelbare Umgebung an Rohstoffen und Nahrungsmittel lieferte, so schaffte der technische Fortschritt eine Welt von unglaublichen Möglichkeiten, aber auch globaler Abhängigkeiten. Die notwendigen Stoffströme und Lieferketten sind global und damit aber auch abhängig von vielen Unwägbarkeiten, die sich buchstäblich über Nacht ändern können.
Schon aus rein spieltheoretischen Überlegungen ist klar, dass die Vulnerabilität des Gesamtsystems umso größer wird, je mehr Akteure mitspielen.
Insbesondere wird die Welt durch diese Abhängigkeiten nicht friedlicher, sondern konfliktreicher, da mächtige Akteure natürlich versucht sind, ihre Versorgung mit Gewalt sicherzustellen und damit in Konflikt mit anderen konkurrierenden Akteuren kommen. Leider wird immer wieder versucht diese Konkurrenten durch Gewalt, oder Gewaltandrohung zu dominieren, oder sogar auszuschalten, anstatt eine Konfliktlösung durch Konsultationen und Kompromisse anzustreben.
Gewalt muss aber nicht immer mit Waffen ausgeübt werden, sondern kann auch auf vielfältige andere, subtilere Art und Weise ausgeübt werden, beispielsweise durch die Kontrolle und Sanktionierung von Kapital-, Energie- und Stoffströmen, Migration, Zahlungssysteme, Informationen, Knowhow und Narrativen, womit man bei der täglichen politischen Auseinandersetzung um Einflusssphären und Ressourcen landet.
In diesem globalen Gerangel kann es über Nacht zu schockartigen Umbrüchen kommen, beispielsweise durch kriegerische Auseinandersetzungen und deren unkalkulierbare Folgen, Terrorakte (z.B. Sprengung der Nord-Stream Gasleitung), oder Finanzkrisen, die bisherige Annahmen und Paradigmen über den Haufen werfen und von vielen Akteuren eine Neupositionierung erfordern.
In wie weit dieser globale Austausch unter derartig vielfältigen Imponderabilien Überhaupt stabil funktionieren kann, hängt wieder von der Verfasstheit der internationalen Beziehungen, der globalen Märkte und der einzelnen agierenden Staaten und Staatenbündnisse ab. Logischer Weise sind dazu allgemein akzeptierte, internationale Regelwerke notwendig. Diese Regeln müssen wieder laufend adaptiert werden, wofür es wieder allgemein akzeptierte Institutionen (z.B. UNO, WTO) geben muss.
Die Welt gleitet systematisch in einen Wild-West-Modus ab
Tatsächlich erodieren diese Regeln aber laufend. Insbesondere wird das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren ersetzt. Man muss an dieser Stelle wieder an die endlosen Kriege erinnern, die der Wertewesten in der Vergangenheit geführt hat, oder an die systematische Missachtung des Völkerrechts durch Israel. Beispielsweise hat Israel den UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum Kriegsverbrecher und Persona non grata in Israel erklärt!
Aktuell wird auch die UNO-Seerechtskonvention vom Wertewesten ignoriert. Durch den Austritt der USA aus 60 UNO-Unterorganisationen wird die Finanzierung der UNO immer unsicherer.
Bis dato war die Weltordnung unipolar. Die Regeln wurden hauptsächlich von dem Hegemonen (USA) bestimmt. Auf das Völkerrecht hat sich der Hegemon nur berufen, wenn es gerade gepasst hat. Dieser hatte logischer Weise mit seiner regelbasierenden Ordnung vor allem seine eigenen Interessen verfolgt. Diese Weltordnung erinnert ein wenig an die Pax Romana, die mit der Herrschaft des Kaisers Augustus 27 Vor Christus begann und mit dem Tod von Kaiser Commodus 235 endete.
So eine unipolare Ordnung hat zweifellos Vorteile, da sie für Stabilität und somit für günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgt. Der Nachteil ist, dass das Imperium primär seine eigenen Interessen verfolgt und damit seine eigenen Gegner erzeugt, die dieses System irgendwann kippen.
Dieser Kipppunkt scheint jetzt für die USA erreicht zu sein. Nach endlosen Kriegen in der Vergangenheit ist die USA dermaßen überschuldet, dass sie sich auf keinen langen Krieg mehr einlassen kann. Der Ukrainekrieg hat das Fass zum überlaufen gebracht. Jetzt reicht die Kraft der USA nur noch für Husarenstücke, wie die Entführung von Maduro. Der angekündigte Schlag gegen den Iran musste abgeblasen werden. Selbst die Übernahme des wehrunfähigen Grönland von der wehrfähigen EU stoßt auf Schwierigkeiten. Die USA wurde zu einem Koloss auf tönernen Füßen, dem langsam aber sicher der Atem ausgeht und der dadurch seine Autorität verliert.
Gold als Fluchtwährung in Zeiten der Unsicherheit
Aktuell zeigt sich diese Unsicherheit an der Explosion des Goldpreises in die Gegend von 5.000 Dollar, der ein Maß für das Misstrauen in den Dollar darstellt, der seit Ende des Zweiten Weltkrieges den Welthandel dominiert hat und die globale Reservewährung darstellte. Das Gold ist drauf und dran, den Dollar peu à peu zu ersetzen.
Dieses Misstrauen in den Dollar wurde einerseits durch das explodierende amerikanische Budgetdefizit, aber aktuell vor allem durch die Sanktionspolitik der USA und ihrer Verbündeten befördert. Der Wertewesten gerät durch die aufstrebende BRICS-Gruppe immer mehr unter Druck und versucht deshalb über Wirtschafts- und Finanzsanktion seine Gegner zur Subordination zu zwingen.
Bisher haben Wirtschaftssanktionen nie den gewünschten Effekt gezeigt, jedoch aktuell zu dem gewaltigen Vertrauensverlust in den Dollar geführt. Nehmen wir jetzt als Beispiel die Einfrierung und beabsichtigte Beschlagnahme russischer Vermögenswerte her. Welche Reaktion verursacht dies in Russland? Vermögen wird nicht länger in Dollar oder einer anderen westlichen Währung geparkt, sondern in Gold. Alleine die Kursgewinne der in Russland gehorteten Geldbestände kompensieren aktuell die russischen Verluste durch das Einfrieren seiner Vermögenswerte im Westen.
Andere Länder wie China, Indien und viele andere machen das Gleiche
- Gleichzeitig verkaufen ausländische Halter wie z.B. China ihre amerikanischen Staatsanleihen. Auch kleinere europäische Pensionsfonds haben begonnen, ihre Dollaranleihen zu verkaufen.
- Auch die erratische Zollpolitik Donald Trumps sogar gegenüber seinen Verbündeten schwächt das Vertrauen in den Dollar zusätzlich.
- Globale Finanzmärkte tragen zum Chaos bei!
Für zusätzliche Verkäufe von Dollaranleihen sorgt aktuell das Platzen der beliebten Carry Trade Spekulation:
Das Prinzip war einfach: man borgte japanische Yen zu fast null Prozent Zinsen und kaufte damit amerikanische Staatsanleihen zu drei bis vier Prozent Zinsen. Wenn sich Dollar und Yen nicht allzu sehr auseinander bewegen, ist diese Spekulation wie Gelddrucken. In der letzten Zeit erhöhten sich allerdings die japanischen Zinsen wegen der ausufernden japanischen Staatsverschuldung von 250 Prozent vom japanischen BIP auf etwa 3 Prozent, womit die Spekulanten gezwungen sind, ihre amerikanischen Anleihen zu verkaufen, um ihre Yen Positionen zu liquidieren. Dies hat jedoch auch einen Anstieg der amerikanischen Zinsen zur Folge, was die Regierung Trump unter Druck bringt und den Goldpreis weiter in die Höhe treibt.
Man erkennt also, dass das Dollarsystem, das in den letzten 80 Jahren der Blutkreislauf der westlichen Ordnung war, laufend an Boden verliert. Durch den Sanktionsdruck sind die BRICS-Länder gezwungen alternative Zahlungssysteme zum SWIFT-System einzuführen. Der globale Welthandel wird zumindest in zwei Teile zerfallen, was vor allem dem Wertewesten am meisten schaden wird, da der Globalismus das grundlegende Wirtschaftsparadigma des Westens war.
Beispielsweise hatte der Westen einen großen Teil seiner Industrie nach China exportiert, der Werkbank der Welt! Solche Vorstellungen sind ab jetzt obsolet. Man wird zurückrudern und alles was in Europa zerschlagen wurde, wieder aufbauen müssen. Die wirtschaftlichen Regelkreise müssen wieder in Europa selbst wirken. Man wird sich wieder auf wirtschaftliche Unabhängigkeit fokussieren müssen.
Die Welt wird also wieder in mehrere Pole oder Regionen zerfallen, die sich zwangsläufig voneinander abgrenzen werden. In dieser neuen Weltordnung werden jene die besseren Karten haben, die schon in der Vergangenheit auf mehr Autarkie und Unabhängigkeit Wert gelegt hatten.

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