Die „Künstliche Intelligenz“ ist den neuen Hype, die neue Sau, die durch das Dorf getrieben wird, in der Hoffnung, eine Art „Vierte industrielle Revolution“ loszutreten.

Die KI löst somit endgültig den Hype um den Klimaschwindel und der gescheiterten „Energiewende“ ab, noch dazu wo die KI, so wie man sich die KI derzeit vorstellt, den Klimaschwindel und die Energiewende konterkariert.

Von FRANZ FERDINAND | Bei der KI dürfte es sich nicht bloß um ein neues fantastisches Geschäftsmodell handeln, sondern sie wird auch als eine neue Waffe zur Verteidigung der US-amerikanischen Hegemonie gesehen: „Künstlich Intelligenz“ und „Energiewende“ haben den Glauben an das Unmögliche gemeinsam!

Waren es bei der „Energiewende“ vor allem Menschen ohne physikalischen oder technischen Hintergrund waren, die diesen Hype vorangetrieben haben, sind es bei der „Künstlichen Intelligenz“ jene ohne fundierte Computer- und Programmierkenntnisse. Sie wissen naturgemäß nicht, wo die Grenzen der Computersoftware liegen.

Die völlig überzogene Erwartungshaltung an die Energiewende hat in Deutschland bisher einen Billionenschaden angerichtet. Das kommende Desaster bei der „Künstlichen Intelligenz“ wird alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen, da die KI von der Gier und der Erwartung angetrieben wird, in kurzer Zeit reich zu werden. Dieser irrationale Glaube an den schnellen Reichtum blockiert jedes rationale Denken.

Derzeit sind weltweit tausende Datenzentren geplant, oder in Errichtung, von denen niemand so genau weiß, wofür sie geplant wurden. Insbesondere dürften die Erbauer und Betreiber keine Ahnung haben, wofür sie diese energiefressenden Monster eigentlich bauen. Es stellte sich nämlich heraus, dass diese Computerkapazitäten vermietet werden sollen. Die Erbauer erwarten also einen Bedarf und bauen daher auf Verdacht diese Computerfarmen. Es ist auch kein massentaugliches Geschäftsmodell in Sicht, durch das man mit „Künstlicher Intelligenz“ wirklich viel Geld scheffeln kann. Diese irrationale Gier hat aktuell auch ein Symbol mit dem Namen Leopold Aschenbrenner.

Leopold Aschenbrenner und die Gier

Der erst 25-jährige Leopold Aschenbrenner hat mit dem von ihm gegründeten Hedgefonds „Situational Awareness“ innerhalb kürzester Zeit 45 Milliarden Dollar Verlust geschafft! Es lohnt sich daher, sich mit dieser Person etwas genauer auseinanderzusetzen:

Im Jahre 2021 im Alter von 19 Jahren graduierte er an der Columbia-Universität als Jahrgangsbester mit einem Bachelor of Arts in Ökonomie, Mathematik und Statistik. Was dabei auffällt ist, dass er kein Informatikstudium absolviert hat. Zwar kann man annehmen, dass er im Zuge seines Studiums Lektionen über Informatik belegt und absolviert hat, da ja für seine Fachrichtung der Computer ein notwendiges Werkzeug ist. Der Schwerpunkt seiner Studien lag aber definitiv nicht bei Computertechnik, oder Softwareentwicklung.

Statt mit Computer- und Softwaretechnik beschäftigte er sich in seiner Freizeit während seines Studiums mit einer kruden, gutmenschlichen Philosophie, dem „effektiven Altruismus“. Dabei geht es beispielsweise um die Bevorzugung der gutmenschlichen Fernstenliebe im Gegensatz zur christlichen Nächstenliebe. Derartige Tendenzen sind uns allen aus der alltäglichen Propaganda bekannt und dienten Aschenbrenner offensichtlich als Sprungbrett für seine Karriere!

Nach seinem Studienabschluss arbeitete er einige Monate beim FTX Future Fund (ein Teil einer Kryptowährungsbörse), bis diese Firma pleiteging. Danach trat er bei OpenAI (Erfinder von ChatGTP) ein, wo er in einem Team namens „Superalignement“ etwa ein Jahr arbeitete, bis er nach Differenzen mit der Geschäftsführung gefeuert wurde. Das Team „Superalignement“ wurde ein Monat später aufgelöst.

Ein Arbeitsloser gründet einen Hedge Fond

Nach diesen bescheidenen Berufserfahrungen fühlte sich Leopold Aschenbrenner bereits zu Höherem berufen. Nach seiner Entlassung schrieb er einen Essay mit dem Titel „Situational Awareness: The Decade Ahead“ also eine Art Sachverhaltsdarstellung über die Entwicklung der Leistungsfähigkeit von Computer in der Vergangenheit und in Zukunft.

Die Basis seiner Überlegungen war ein Diagramm, in dem er in einer naiv-infantilen Weise die erwartete Leistungsfähigkeit von Computern in Beziehung zu deren „Intelligenz“ setzte. Dabei ordnet er der Leistungsfähigkeit von GPT-2 einem Vorschulkind, GPT-3 einem Grundschulkind und GPT 4 einem Hochschüler zu. Die Leistungsfähigkeit der Rechner im Jahre 2028 entspräche demnach durch lineare Extrapolation des Graphs einem Wissenschaftler oder Ingenieurs!

Dieser ganze Intelligenzvergleich ist an Dummheit und Unwissenschaftlichkeit nicht mehr zu überbieten!

Aschenbrenner schreibt dazu:

„Ich stelle folgende Behauptung auf: Es ist frappierend plausibel, dass Modelle bis 2027 die Arbeit eines KI-Forschers oder -Ingenieurs übernehmen werden. Dafür muss man nicht an Science-Fiction glauben; man muss lediglich an die geraden Linien in einem Diagramm glauben!“

Mit derselben Naivität hat er dann einen Hedgefonds mit dem Namen seines Essays gegründet: “Situational Awareness LP“

Das Ergebnis war erwartbar: Der Mathematiker und Statistiker Aschenbrenner hatte nicht verstanden, dass Börsenentwicklungen nichtlineare, chaotische Prozesse sind, die mathematisch nicht darstellbar sind. Folglich ist das Hebeln von Investments mit Krediten einfache Zockerei und keine wissenschaftliche Systematik.

Börse online schreibt dazu, dass der Investor Leopold Aschenbrenner, das „deutsche KI-Wunderkind“, sich verzockt habe. Noch im ersten Halbjahr 2026 soll sein Hedgefonds „Situational Awareness“ mehr als 400 Prozent Gewinn gemacht haben, davon allein im Mai 270 Prozent. Doch jetzt stellt sich heraus: Der 25-Jährige, der die Mechanismen des KI-Geschäfts angeblich so gut kennt wie fast kein Zweiter, ist ein viel zu hohes Risiko eingegangen. Der „Nostradamus der KI-Welt“ hatte mit Situational Awareness mehrfach gehebelt – die Rede ist vom Vierfachen – auf eine noch stärkere Speichernachfrage durch KI-Anwendungen und damit auf einen Fortgang der Chiprally gesetzt, was nicht eingetreten ist. Gleichzeitig hatte er Softwareaktien wie Adobe geshortet, weil er überzeugt war, dass Softwareentwicklung sowieso bald von der „Künstlichen Intelligenz“ übernommen werden würde.

Zu guter Letzt geriet Aschenbrenner durch Margin Calls in Geldnot und wurde von Ken Griffin, dem Chef des Hedgefonds Citadel, buchstäblich über den Tisch gezogen. Griffin lancierte eine Falschmeldung über eine Zinserhöhung der FED, wodurch Aschenbrenner kurzfristig noch mehr unter Druck geriet und gezwungen war, seine Aktion zum Sonderpreis an Griffin zu verkaufen. Fin de Partie!

Natürlich wird es Scharlatane und Rattenfänger wie Leopold Aschenbrenner immer geben. Die Frage ist bloß, wieso ihm so viele Anleger und Entscheidungsträger auf den Leim gegangen sind. Die Antwort liegt wohl darin, dass das Bildungsniveau und der Hausverstand der Anleger und Politiker sich im Sturzflug befinden. Daran ist auch die „Künstliche Intelligenz“ schuld, durch die den Menschen selbstständiges Denken abgewöhnt wird!



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