Moskau wird Washington entgegenkommen, sobald die USA bereit sind, die bilateralen Beziehungen wiederherzustellen. Das erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow in einem Interview mit dem chinesischen Fernsehsender CCTV. Er sagte:

„Wenn die Amerikaner zu einer tatsächlichen Wiederherstellung der Beziehungen bereit sind, werden wir mit Gegenseitigkeit antworten.“

Der Pressesprecher kritisierte zugleich den Ansatz der USA, die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit Fortschritten bei einer Regelung des Ukraine-Konflikts zu verknüpfen. Peskow betonte:

„Für einen Tango braucht es zwei, und bislang wollen die Amerikaner das nicht.“

Gleichzeitig begrüßte der Kreml die Bereitschaft der Vereinigten Staaten, bei einer Beilegung des Konflikts in der Ukraine mitzuwirken.

Die Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund neuer Sanktionsinitiativen in Washington. Das US-Repräsentantenhaus billigte kürzlich einen Gesetzentwurf für weitere Sanktionen gegen Russland. Das Dokument würde dem US-Präsidenten ermöglichen, die Lage in den Beziehungen zwischen Moskau und Kiew zu bewerten und entsprechende Beschränkungen zu verhängen. Für das Inkrafttreten ist noch die Zustimmung des US-Senats erforderlich.

US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, dass die Politik des Sanktionsdrucks auf Russland fortgesetzt werde, auch wenn weiterhin Lizenzen für den Verkauf russischen Öls erteilt werden.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kommentierte die Situation mit der Aussage, dass ein Teil der US-amerikanischen Gemeinschaft verhindern wolle, dass US-Unternehmer Geschäfte mit Russland machen.

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