Friedrich Merz bittet Jensen Huang um Rat, Gründer und Chef des Chip-Giganten Nvidia, des nach Börsenkapitals größten Unternehmens der Welt: Merz will wissen: Wie soll man Künstliche Intelligenz regulieren? Die Antwort des Nvidia-Chefs ist zwar kein Plädoyer für einen rechtsfreien Raum – aber in anderer Reihenfolge. Damit macht er auf höfliche Art und Weise Merz ziemlich lächerlich. Sicherheit, so der in Taiwan geboren Huang,  sei Voraussetzung für den Erfolg der Branche. Aber sie müsse zunächst technisch entwickelt und durch bewährte Verfahren in den Unternehmen gewährleistet werden. Reguliert werden sollten vor allem konkrete Anwendungen, wenn sie denn da sind. Staatliche Regeln seien nötig und dürften die Branche nicht abwürgen und schon gar nicht am Entstehen hindern. Merz’ eigene Antwort fällt anders aus: mindestens europäische, besser globale Regeln für KI und Sicherheit. Als ob Brüssel schon jemals etwas vernünftig reguliert habe – und global? Was für ein Unsinn. In der UNO? Oder wo? Bei jeder Bemerkung von Huang wackelt Merz mit dem Kopf wie eine Kugelkopfschreibmaschine im Schnellgang. Es ist furchtbar anzuschauen.

Der Beitrag Friedrich Merz will regulieren, was er nicht hat, und dann erfinden erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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