Wien bereitet sich auf den Eurovision Song Contest vor, der am 17. Mai offiziell startet. Zum Auftakt werden die internationalen Acts über den türkisfarbenen Teppich vor dem Rathaus erwartet. Die Sicherheitslage gilt als angespannt, weshalb die Behörden umfangreiche Maßnahmen getroffen haben.
Hintergrund ist die allgemein erhöhte Terrorwarnstufe in Österreich sowie die angespannte geopolitische Situation im Nahen Osten. Für das Großevent sehen die Sicherheitsbehörden ein potenzielles Risiko, ohne dass konkrete Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag vorliegen.
Neben der österreichischen Polizei, darunter auch der Spezialeinheit Cobra, ist erstmals auch internationale Unterstützung eingebunden. Nach Angaben der Wiener Landespolizei hat das FBI eine eigene Taskforce in New York eingerichtet, die während der ESC-Woche im Austausch mit den österreichischen Diensten steht. Im Fokus stehen unter anderem mögliche Cyberangriffe und digitale Bedrohungsszenarien.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind umfassend. Mehrere hundert zusätzliche Einsatzkräfte sollen täglich im Einsatz stehen. Rund um die Veranstaltungsorte gelten strenge Zugangskontrollen, und der Einsatz von Drohnen ist in einem definierten Sperrkreis untersagt.
Bereits im Vorfeld wurden laut Behörden rund 16.000 Personen sicherheitsüberprüft. Die Veranstaltungsorte, darunter die Wiener Stadthalle für Halbfinale und Finale, sind nur noch für akkreditierte Personen zugänglich und werden über Kontrollschleusen, ähnlich wie an Flughäfen, gesichert.
Die Maßnahmen erinnern an frühere Sicherheitslagen in Wien, bei denen internationale Geheimdienste bereits im Vorfeld auf potenzielle Gefahren hingewiesen hatten.
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