Christine Lagarde wird im Februar vorzeitig als Präsidentin der Europäischen Zentralbank abtreten. Die Französin hat ihre Entscheidung an diesem Donnerstag auf der Online-Plattform X bekannt gegeben. Sie habe schon den EZB-Rat und den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, darüber informiert, dass sie ihr Amt zum 7. Februar 2027 niederlegen werde, erklärte die EZB-Chefin. Es sei ihr ein großer Stolz gewesen, dieser Institution zu dienen.
„Ich danke allen, die mich auf diesem Weg in den vergangenen sieben Jahren unterstützt haben.“
Da Lagarde ihre Videobotschaft mit Pflastern im Gesicht aufnehmen ließ, sah sie sich zu einem ergänzenden Kommentar gezwungen, um möglichen Gerüchten in den sozialen Medien vorzubeugen: Die Pflaster seien das Ergebnis eines kleinen Eingriffs, den sie Anfang der Woche durchgemacht habe. Sie riet ihren Followern, die Haut regelmäßig untersuchen zu lassen.
I have just informed my colleagues that I will step down as @ECB President on 7 February 2027.
It has been a source of great pride to serve this institution.
I thank all of those who have supported me on this journey over the past seven years. https://t.co/eSLLTaDAej
— Christine Lagarde (@Lagarde) October 29, 2026
Eigentlich wäre die achtjährige Amtszeit von Lagarde erst Ende Oktober 2027 ausgelaufen. Wie dem auch sei, die Entscheidung der EZB-Chefin kam nicht ganz überraschend. Spekulationen über einen vorzeitigen Rückzug kursierten schon seit Längerem. So berichtete die Financial Times im Februar 2026, Lagarde wolle ihr Amt noch vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 niederlegen. Hintergrund seien Sorgen, dass eurokritische Rechtspopulisten um Marine Le Pen die Wahlen in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft gewinnen könnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnte.
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