Alle fünf Jahre wiederholt sich in Deutschland ein Prozedere, das sich immer mehr von einer demokratischen Simulation zu einer demokratischen Farce entwickelt. Eingeführt hatte man es, weil man den Wählern offensichtlich schon damals nicht über den Weg getraut hatte und deshalb die Parteien zur Vorauswahl der Kandidaten vorgeschaltet hat. Demokratisch wäre die Wahl des Bundespräsidenten, so wie in anderen Ländern auch, in zwei Wahlgängen: einer Wahl aller Kandidaten und anschließend einer Stichwahl der beiden besten Kandidaten.

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