Der Preis für den von französischen Fischern benötigten Dieselkraftstoff hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt, berichten französische Medien. Die Kosten für den von einer Reihe von Steuern befreiten Dieselkraftstoff für Fischereifahrzeuge sind auf 1,21 Euro pro Liter gestiegen. Dabei werden die stetig steigenden Preise nicht durch die den Fischern gewährten Steuervergünstigungen ausgeglichen.

Wie Olivier Guyader, wissenschaftlicher Mitarbeiter am französischen Forschungsinstitut für die Nutzung der Meeresressourcen (Ifremer), feststellte, entfallen 25 Prozent bis 30 Prozent der Einnahmen von Unternehmen, die Schleppnetzfischerei betreiben, auf den Kraftstoff. Der Nachrichtendienst TASS berichtet unter Berufung auf den französischen Fernsehsender BFMTV:

„Wie Jérôme Nicol, Leiter eines Fischereiunternehmens in Lorient (Nordwestfrankreich), dem Fernsehsender berichtete, verbrauchen die fünf Trawler seines Unternehmens durchschnittlich 1.400 Liter Treibstoff pro Tag. Dabei können die Fischer die gestiegenen Kosten weder durch höhere Fischpreise, die auf speziellen Auktionen festgelegt werden, noch durch eine Steigerung der Fangmengen ausgleichen, da dies aufgrund der geltenden Quoten nicht möglich ist. Nach Schätzungen von Nicol führt der Anstieg der Treibstoffpreise zu einem Rückgang der monatlichen Einkünfte der Besatzungsmitglieder um 200 bis 600 Euro.„

Besonders hart trifft der Preisanstieg die Eigner von Trawlern – diese Schiffe verbrauchen deutlich mehr Treibstoff als kleine Wadenfänger.

Zuvor wurde berichtet, dass Paris bereit sei, seine Dieselreserven freizugeben – die französische Regierung werde zehn Millionen Barrel Diesel auf den Markt bringen und die Haushaltsausgaben kürzen, um die Wirtschaft zu stabilisieren.

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