Der britische Monarch ist bedeutende Symbolfigur, die sich selbst nicht in Tagespolitik verliert, um über den Dingen zu stehen. Wenn der Monarch eine Regierungserklärung – die sogenannte King’s Speech – verliest, stammt diese vom Premier Minister und dem Kabinett, was seiner Neutralität dient.

Von REDAKTION | Das besondere Verhältnis zwischen dem Vereinigten Königreich und USA – die sogenannte „Special Relationship “ – ermöglichte es, das britische Kolonial- & Weltreich trotz Niedergang des britischen Mutterlandes weiter am Leben zu erhalten. Jenes transnationale Weltreich wird nach wie vor von London aus beherrscht, doch gesteuert von privaten Kreisen, die über der britischen und amerikanischen Regierung und deren Politikern stehen.

Seit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump haben sich die Spannungen zwischen USA und London weiter verschlechtert. Das veranlasste die Globalzentrale in London, König Charles III. für seine Reise in die USA eine Nachricht mitzugeben:

Inzwischen hat König Charles III. vor dem Kongress in Washington seine Rede gehalten: Sie enthielt nicht nur Vorgaben an die USA, sondern zwischen den Zeilen versteckte Worte deutlicher Kritik am Verhalten höchster US-Regierungs- Repräsentanten. Dies alles wurde vom König mit britischem Humor vorgetragen und dazu noch in Reminiszenzen anglo-amerikanischer Geschichte stilvoll verpackt:

König Charles III.:Und seit jeher sind unsere Schicksale als Nationen miteinander verflochten. Wie Oscar Wilde sagte: ‚Wir haben heutzutage wirklich alles mit Amerika gemeinsam, außer natürlich die Sprache.‘

Das wird amerikanische Zuhörer sicher erheitert und bestens eingestimmt haben.

König Charles III.: die moderne Beziehung zwischen unseren beiden Nationen und unseren Völkern erstreckt sich nicht nur über 250 Jahre, sondern über vier Jahrhunderte. Es ist außergewöhnlich, daran zu denken, dass ich der 19. in unserer Reihe von Monarchen bin, der sich täglich mit den Angelegenheiten Amerikas befasst.

 Charles beschwört die gemeinsame Bande, welche weit in die Vergangenheit reicht und sinnigerweise gerade die Zeit der britischen kolonialen Epoche umfasst.

König Charles III.: Unsere Partnerschaft ist aus Streit entstanden, aber deswegen nicht weniger stark. Vielleicht können wir an diesem Beispiel erkennen, dass unsere Nationen tatsächlich instinktiv gleichgesinnt sind – ein Produkt der gemeinsamen demokratischen, rechtlichen und sozialen Traditionen, in denen unsere Regierungsführung bis heute verwurzelt ist.

Charles versteht es geschickt, den Differenzen der Geschichte in Gemeinsamkeiten umzudeuten.

König Charles III.: Auf diese Werte und Traditionen stützend, haben unsere beiden Länder immer wieder Wege gefunden, um zusammenzukommen. Und bei Gott, Herr Sprecher [des Repräsentantenhauses], nachdem wir diesen Weg zur Einigung gefunden hatten, welche großartigen Veränderungen wurden dadurch bewirkt – nicht nur zum Wohle unserer Völker, sondern zu dem aller Völker!

Charles macht klar: Es geht nicht nur um eine nationale Agenda, sondern um eine transnationale Mission, indem er vom Wohle aller Völkerspricht.

König Charles III: ‚Das Band der Verbundenheit und Identität zwischen Amerika und dem Vereinigten Königreich ist unbezahlbar und ewig‘. Es ist unersetzlich und unzerbrechlich!

Charles zitiert einen Satz von Donald Trump, den dieser im Lauf seines GB-Besuches im Herbst 2025 geäussert hatte und anglo-amerikanische Verbundenheit mit de facto religiösem Charakter verklärt.

König Charles III.: Es ist tatsächlich mein 20. Besuch in den Vereinigten Staaten und mein erster als König und Oberhaupt des Commonwealth.

Charles unterstreicht einmal mehr den britischen Anspruch auf Globalherrschaft.

König Charles III.: Die U.S. Supreme Court Historical Society hat berechnet, dass die Magna Carta seit 1789 in mindestens 160 Fällen vor dem Obersten Gerichtshof zitiert wurde, nicht zuletzt als Grundlage für den Grundsatz, dass die Exekutivgewalt der Gewaltenteilung unterliege.

Das muss als verschlüsselte Kritik an Alleingängen von Donald Trump, der sich allzu oft über den Kongress hinwegsetzt, aufgefasst werden.

König Charles III.: Europa und Amerika. Diese Partnerschaft, Herr Sprecher [des Repräsentantenhauses], ist heute wichtiger denn je.

Der erste regierende britische Monarch, der amerikanischen Boden betrat, war mein Großvater, König Georg VI. Er besuchte das Land 1939 zusammen mit meiner geliebten Großmutter, Königin Elizabeth, der Königinmutter. Die faschistischen Kräfte in Europa waren auf dem Vormarsch und kurz zuvor hatten sich die Vereinigten Staaten im Kampf für die Freiheit uns angeschlossen. Unsere gemeinsamen Werte setzten sich durch.

Heute befinden wir uns in einer neuen Ära, doch diese Werte bestehen fort.

 Es ist eine Ära, die in vielerlei Hinsicht unbeständiger und gefährlicher ist als jene Welt, von der meine verstorbene Mutter 1991 in diesem Saal sprach.

 Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind zu groß, als dass eine Nation sie allein bewältigen könnte. Doch in diesem unvorhersehbaren Umfeld darf sich unser Bündnis nicht auf vergangenen Errungenschaften ausruhen oder davon ausgehen, dass grundlegende Prinzipien einfach Bestand hätten. Wie mein Premierminister letzten Monat sagte: ‚Unsere Partnerschaft ist unverzichtbar. Wir dürfen nicht alles außer Acht lassen, was uns in den letzten achtzig Jahren gestützt hat. Stattdessen müssen wir darauf aufbauen.‘

 Die Erneuerung beginnt heute mit der Sicherheit. Das Vereinigte Königreich erkennt an, dass die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, eine Umgestaltung der britischen Verteidigung erfordern.

Deshalb hat sich unser Land, um für die Zukunft gerüstet zu sein, zur größten nachhaltigen Erhöhung der Verteidigungsausgaben seit dem Kalten Krieg verpflichtet – eine Zeitlang, vor über 50 Jahren, diente ich mit großem Stolz in der Royal Navy und trat damit in die maritimen Fußstapfen meines Vaters, Prinz Philip, Herzog von Edinburgh; meines Großvaters, König Georg VI.; meines Großonkels, Lord Mountbatten; und meines Urgroßvaters, König Georg V.

Charles kommt langsam zur Sache: Die atlantischen Kräfte sehen heute eine Bedrohung, die noch gefährlicher und unbeständiger als jene im vorigen Jahrhundert sei. Dazu spricht Charles von seinem Premier“ sowie von der Royal Navy voll Stolz, die alle beide Trump in der Vergangenheit nur mit Kritik und Spott überziehen liess.

König Charles III.: Unmittelbar nach dem 11. September, als die NATO zum ersten Mal Artikel 5 anrief und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angesichts des Terrors geeint auftrat, folgten wir gemeinsam dem Ruf – so wie es unsere Völker seit mehr als einem Jahrhundert tun, Schulter an Schulter, durch zwei Weltkriege, den Kalten Krieg, Afghanistan und Momente, die unsere gemeinsame Sicherheit geprägt haben.

 Heute, Herr Sprecher, ist dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit für die Verteidigung der Ukraine und ihres mutigen Volkes erforderlich. Sie ist notwendig, um einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden zu sichern. Von den Tiefen des Atlantiks bis zu den katastrophal schmelzenden Eiskappen der Arktis bilden das Engagement und das Fachwissen der Streitkräfte der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten das Herzstück der NATO. Diese hat sich gegenseitig Verteidigung zugesichert, um unsere Bürger und Interessen zu schützen und Nordamerikaner sowie Europäer vor unseren gemeinsamen Gegnern zu bewahren.

Unsere Verbindungen in den Bereichen Verteidigung, Nachrichtendienst und Sicherheit sind fest miteinander durch Beziehungen verflochten, die nicht nach Jahren, sondern Jahrzehnten zu bemessen sind.

Heute sind Tausende von US-Soldaten, Verteidigungsbeamten mit ihren Familien im Vereinigten Königreich stationiert, während britisches Personal mit gleichem Stolz in 30 US-Bundesstaaten dient. Wir bauen gemeinsam F-35-Kampfflugzeuge. Und wir haben uns auf das ehrgeizigste U-Boot-Programm der Geschichte, AUKUS, in Partnerschaft mit Australien geeinigt – einem Land, dessen Staatsoberhaupt zu sein, mich ebenfalls mit großem Stolz erfüllt…

Versteckte Botschaften der Rede von Charles III. im Kongress

König Charles III sprach es aus und fordert von den USA: Unerschütterliche Entschlossenheit zur Verteidigung der Ukraine:

Das bedeutet für die USA den Kampf gegen Russland in erster Linie weiterzuführen!

London setzt die Prioritäten und ordnet die anglo-amerikanischen Kriegsziele neu:

  • es erklärt Russland zum vorrangigen Feind mit erster Priorität!
  • die gegen China gerichtete Partnerschaft-AUKUS mit Australien braucht Zeit!
  • die Konfrontation mit China kann warten!
  • der Krieg gegen den Iran gefährdet den Finanz- & Casino-Kapitalismus!

Nachdem Russland nicht, wie ursprünglich geplant, blitzschnell niedergeworfen werden konnte, erkennt London, dass die USA ihren geplanten Krieg gegen China zurückzustellen hätten. Das betrifft auch das Iran-Abenteuer der USA und Israels, welches China nur aus der Reserve lockte, doch einen Zweifrontenkrieg unausweichlich macht: Das könnte der Westen jedoch niemals durchstehen. Vielmehr würde es notwendig auf China zuzugehen!

London macht der Administration-Trump klar, dass nicht der US-Ausstieg aus der Ukraine sowie Entspannung mit Russland erwünscht sei, sondern das exakte Gegenteil:

Eskalation mit eindeutiger Frontstellung gegen Russland nach dem Vorbild der EU-Staaten!

Zugleich weiss jeder US-Präsident nur zu gut, was ihm alles zustossen könnte, sollte er die Befehle von oben missachten bzw. rote Linien allzu leichtfertig überschreiten.

Erste Auswirkungen der Rede von König Charles III.

Die ersten Auswirkungen des Auftritts von Charles III. vor dem US-Kongress liessen nicht lange auf sich warten: Eilfertig hat das US-Kriegsministerium 400 Millionen Dollar an Militärhilfe für die Ukraine, die schon im Dezember 2025 vom Kongress genehmigt worden waren, aber unter dem Vorwand rechtlicher Prüfungen verschleppt worden war, inzwischen freigeben lassen.

US-Kriegsminister Pete Hegseth bestätigte im Zuge einer Anhörung vor dem Repräsentantenhaus, dass besagte Mittel inmitten wegweisender diplomatischer Ereignisse in der amerikanischen Hauptstadt verfügbar geworden wären.

Zuvor hatte das Weiße Haus noch berichtet, dass das jüngste Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin „sehr produktiv“ verlaufen sei. Washington hätte „enorme Anstrengungen“ unternommen, um Wege zur Lösung des Konflikts zu finden: Genau dagegen rannte Charles III. an!

NATO Manöver für Angriffe auf Russland und Belarus

Passend zu dieser Entwicklung, hat die United States Army Europe and Africa (USAREUR-AF) am 27. April 2026 das multinationale Manöver Sword 26 gestartet. Der Schwerpunkt der Manöver liegt auf gemeinsamen Aktionen des Bündnisses an der NATO Ostflanke und in der Arktis.

15.500 Soldaten sind daran beteiligt, von denen etwa 6.000 aus den USA stammen, der Rest kommt aus Estland, Finnland, Deutschland, Italien, Litauen, Norwegen, Polen und Schweden.

Die Art des Manövers lässt darauf schließen, dass der Einsatz vorgerückter Offensivgruppen unter dem Deckmantel defensiver Maßnahmen in Richtung Russland und Weißrussland geübt wird.

Die militärischen Aktivitäten der NATO in der Nähe der russischen Grenzen samt Aufbau militärischer und logistischer Infrastruktur genau dort, wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die wahren Pläne der NATO-Länder gegenüber Russland, was sich mit der Botschaft des britischen Monarchen an die amerikanischen politischen Vertreter voll und ganz inhaltlich deckt. London hat sich entschieden gegen Russland vorzugehen und schickte seinen König los, um zu helfen dafür eine ausreichend starke globale Allianz zu schmieden.

***




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



xxx.

 

 

 

 

The post Eine Nachricht aus London und Warnung zugleich gegen US-Alleingänge appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

Abbildung des Banners Denkanstoß statt Denkverbot
Nach oben scrollen