Die Nachricht ging in der allgemeinen Flut der täglichen Aufregungen zur Ukraine, zum Iran oder zum Kasperle-Theater der deutschen Politik beinahe unter: Das Winckelmann-Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin soll im Zuge der aktuellen Sparmaßnahmen schrittweise abgewickelt werden und Mitte 2030 ganz verschwinden. Zwar vermeidet die Universitätsleitung den Begriff der „Schließung“ und spricht stattdessen von einer „Neuaufstellung“, doch die praktische Konsequenz ist klar: Professuren sollen nach dem Ausscheiden ihrer Inhaber nicht mehr neu besetzt werden, sodass das Institut totschrumpfen wird. Langfristig dürfte damit eine Institution verschwinden, deren Geschichte bis in die Gründungszeit der Berliner Universität zurückreicht und engstens mit dem klassischen deutschen Bildungsideal des 19. Jahrhunderts verbunden ist.

Der Beitrag Die Schließung der Archäologie in Berlin: Symptom einer tieferen Krise erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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