Deutschland war einmal das Land der großen stabilen Volksparteien. Diese Zeit ist vorbei – wobei das natürlich keine rein deutsche Entwicklung ist. Die SPD hat das weise erkannt und sich ganz in die sichere Nische einer Klientelpartei zurückgezogen, die jetzt nur noch Rentner, Bürgergeldempfänger (oder wie immer sie heute heißen mögen) und Teile des öffentlichen Dienstes sowie wirtschaftlich eher weniger erfolgreiche Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft vertritt. Damit sind der Partei immerhin dauerhaft 10–15 % der Sitze im Bundestag und in vielen Landtagen sicher. Viel mehr wird es wohl nicht mehr werden, aber für die jetzigen Parteifunktionäre und deren Versorgung reicht das, weil klar ist, dass es in den nächsten 10 Jahren wohl nie mehr eine Bundesregierung ohne Beteiligung der SPD geben wird. Also kann man immer noch Minister, Staatssekretär oder gut besoldeter Beamter werden. Solange die Brandmauer steht, sind ja andere Mehrheiten kaum denkbar, und wenn man großes Glück hat, kann die SPD vielleicht sogar eines Tages mit 16 % der Wählerstimmen den Kanzler einer Volksfrontregierung in einer Koalition mit den Grünen und der Linkspartei stellen, vor allem dann, wenn man zuvor 30 % der Wähler durch ein Verbot der AfD das Stimmrecht entzogen hat.

Der Beitrag Die klassische deutsche EU-Partei siecht dahin. Müssen wir deshalb trauern? erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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