Die CDU hat sich entschieden, wie sie auf ihren Absturz reagieren will: Sie schließt die Reihen und kettet sich beim Ertrinken noch einmal fester aneinander. Daniel Günther, Boris Rhein, Sven Schulze, Kai Wegner, Michael Kretschmer, Gordon Schnieder, Mario Voigt und Hendrik Wüst stellen sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter Friedrich Merz. Sie wollen „gemeinsam mit dem Bundeskanzler“ untergehen weiterarbeiten und die Debatte über seine Zukunft beenden. Damit binden sich acht Ministerpräsidenten, die meisten von ihnen Wahlverlierer, an einen Kanzler, dessen Union bundesweit bis auf 18 Prozent gefallen ist und dessen Partei in Sachsen-Anhalt gerade mit 17,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis der Landesgeschichte eingefahren hat (ja, auch Sven Schulze hat unterschrieben). Die AfD kam dort auf 43,8 Prozent. Merz steht seitdem unter massivem Druck, die CDU diskutiert offen über seine Zukunft, und die Landeschefs beantworten diese Krise mit einer schriftlichen Loyalitätserklärung.
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