Das Bundesinnenministerium (BMI) erklärt auf eine Anfrage eines Linken-Politikers, dass auch im Jahr 2026 die Zahlen von Straftaten gegen Beschäftigte der Bahn und Beamte der Bundespolizei auf hohem Niveau bleiben. Die polizeiliche Eingangsstatistik dokumentiert demnach für den Zeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres erneut Hunderte Fälle von Körperverletzungen und „gefährlicher Körperverletzung“ sowie Hunderte „Bedrohungen“ gegenüber Bahnmitarbeitern.
Laut angeforderten Zahlen berichtet das CSU-geführte Bundesinnenministerium (BMI) über deutsche Realitäten, laut denen statistisch im laufenden Jahr „im Schnitt acht Angriffe pro Tag“ auf Beschäftigte der Bahn und Beamte der Bundespolizei ausgeübt werden. So wären laut den BMI-Darlegungen „1.630 Beschäftigte der Bahn und 4.672 Beamte der Bundespolizei“ in den ersten fünf Monaten des Jahres „Opfer von Angriffen“ geworden. Das teilte das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch mit.
Die Bundespolizei ist dabei unter anderem für die Sicherheit in den Zügen und auf Bahnhöfen zuständig. Dazu heißt es weiter in der statistischen Erhebung:
„Bei den Straftaten gegen Bundespolizisten ging es in 3.734 Fällen um Widerstandshandlungen. Hinzu kamen 1.427 tätliche Angriffe und 875 Bedrohungen.“
Im Vorjahr belief sich laut BMI-Angaben (Seite 21) die finale Gesamtzahl von Angriffen auf Bundespolizisten im Zeitraum Januar bis Oktober 2025 auf 9.329 Vorfälle.
Der Linken-Politiker hatte dabei zu Jahresbeginn an das BMI gerichtet ähnliche Zahlen für die ersten zehn Monate des Jahres 2025 erfragt. Der Vergleich zeigt laut Tagesschau-Artikel „eine steigende Tendenz“, so wurden im Jahr 2025 im Schnitt jeden Tag fünf körperliche Angriffe auf Bahn-Beschäftigte registriert. Aktuell sind es mittlerweile acht Vorfälle pro Tag.
Mit Blick auf Bahn-Beschäftigte weist die polizeiliche Eingangsstatistik für die Zeit von Januar bis Ende Mai dieses Jahres „662 Fälle von Körperverletzung aus, 175 Mal gefährliche Körperverletzung und 661 Bedrohungen“.
Der steigende Einsatz von Bodycams erweist sich bei den Beschäftigten der Bahn als möglicher wirksamer Schutz vor Übergriffen. Das belegt die Entwicklung im Nahverkehr von DB Regio. „Die körperlichen Übergriffe sind 2025 um sieben Prozent gesunken“, so Vorstandschef Harmen van Zijderveld im März darlegend. So hätte es zu diesem Zeitraum „noch keinen Angriff auf Träger einer Bodycam gegeben“.
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