„Der Deutschen liebstes Gemüse: Wurst“, so heißt es witzigerweise in einem ansprechenden Kochbuch der deutschen Küche aus den 1980er Jahren, jener Zeit also, die den historisch höchsten, mittlerweile bald zweimal halbierten Lebensstandard in der BRD aufwies. Seither ist gar nicht so viel Zeit vergangen, wohl aber sehr viel Propaganda in die (im übrigen hauptsächlich auf tierische Fette und Proteine angewiesene) Hirne gepreßt worden. 

Von PATRICK CASSEL | Der Vegetarismus, der mehrere Jahrzehnte gepredigt wurde, gehört bereits der Vergangenheit an, der Veganismus hat ihn in allen gesellschaftlichen Bereichen (Tageszeitungen, Kochbücher, Werbung, „wissenschaftliche“ Studien) ersetzt – sehr wahrscheinlich auch das nur vorläufig. Schon der Vegetarismus hat ganze Arbeit geleistet: in kleinen Metzgereien müssen Kalbfleisch und auch Rinderfilet vorbestellt werden, gehören also nicht mehr zum Standard. (Selbst beim Schnitzel ist es mittlerweile etwas Besonderes, wenn es dem Wiener Originalrezept entspricht, also dafür ein Kalbsschnitzel durchgeklopft wird.)

Oft findet man neben billigem Geflügel hauptsächlich Schweinefleisch und Rinderhack, wodurch sich der zunehmende Fall des hiesigen Lebensstandards zeigt (siehe dazu auch „Auf Schnäppchenjagd im Aldiland“ in den Ketzerbriefen 119). Doch es gibt nicht nur die Alternative Billig-Fleisch oder gutes Fleisch, sondern auch die Alternative Menschenlawine oder Geburtenkontrolle (dank der das chinesische Volk heute immerhin um ca. 500 000 000 Menschen weniger zahlreich ist als ohne diese). In jüngster Zeit ist dagegen mehr und mehr neben aller Veganismus-Propaganda ein bestimmtes Gemüse in den Fokus grüner Propaganda geraten: der Spargel (Asparagus officinalis).

Bevor wir uns diesem neuen Priel der Jaucheflut zuwenden, der schon vor weit mehr als zehn Jahren seinen Lauf begonnen hat, werfen wir zunächst einen Blick auf die Geschichte. Im Vorwort eines Dr.-Oetker-Spargel-Kochbuchs heißt es:

Die alten Ägypter, Griechen und Römer liebten Spargel.

Mit der Ausbreitung des Christentums und dem dadurch begünstigten zivilisatorischen Kollaps in Gestalt des tausendjährigen Mittelalters verschwanden nicht nur beheizte Bäder, sondern auch der Spargel von den Tellern. In dem leider undatierten NABU-Artikel „Vornehme Blässe hat ihren Preis: Infos zum Frühjahrsgemüse Spargel“ von einem Helge May wird ausgeführt:

„Bei uns führte der Asparagus lange Zeit ein Schattendasein, überdauerte vielleicht in einigen Klostergärten. 1564 soll dann zum ersten Mal Spargel als Gemüse im Stuttgarter Lustgarten angebaut worden sein. Als über der Erde wachsender grüner Spargel wohlgemerkt und als exklusive Delikatesse zunächst dem Adel vorbehalten. Auf den Trick mit dem Anhäufeln und Ernten der bleichen unterirdischen Sprossen kam man erst viel später. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich die Vorliebe für den weißen Spargel schließlich von Norden aus über ganz Deutschland.“

„Marat, wir wollen auch einmal versuchen / wie Rehrücken schmeckt und Sahnekuchen“ (Peter Weiss) – dank steigender Produktivkräfte im Deutschen Reich verbesserte sich auch ohne Revolution die Versorgung drastisch, was zwar leider auch die Zahl der Konsumenten erhöhte, jedoch nicht so sehr, daß sämtliche Erhöhung des Lebensstandards weggefressen worden wäre, und vor der Hitlerzeit fiel dementsprechend, selbst vor Erfindung der Anti-Baby-Pille, die Geburtenrate (ansonsten hätte Hitler auch nicht vom ersten Tage an seinen Krieg gegen die Kondomautomaten eröffnet – besser als nichts sind Kondome ja – und dann versucht, besagte Geburtenrate mit Mutterkreuzen und Steuerpolitik künstlich hochzutreiben, sondern die dafür aufgebrachten Mittel der Aufrüstung zugeführt). „Auch in der Nazizeit war zwölfmal Spargelzeit“ lautet denn auch die seltsame Überschrift eines Aufsatzes eines gewissen Detlef Hoffmann (1997) über „Die Vielfalt der Bilder und der Primat der Rassenpolitik“ (= seine Unterüberschrift), in dem wir wohl einen der ersten Pioniere der „heutigen“ Anti-Spargel-Polemik erkennen können, der wir uns im folgenden eingehend zuwenden und dabei chronologisch vorgehen:

Eine Rezension der lesenswerten Tagebücher von Victor Klemperer, zu finden in der FAZ vom 10.10.1995, war mit folgender Überschrift versehen: „Spargel ist ein rein arisches Gemüse“. Dieser Satz mag zwar so tatsächlich in einem der vielen Tagebuch-Bände zu finden sein, doch geht der FAZ-Schreiberling überhaupt nicht auf diesen ein – was soll das also? Ist das etwa die Quintessenz von Klemperers verdienstvollen Aufzeichnungen? (Wer ihn noch nicht kennt, dem sei vor allem sein Buch „LTI“empfohlen, das die Sprache bzw. deren Entwicklung im 3. Reich untersucht, ein nützliches Vorbild für heutige Sprachbeobachter.)

„Öko-Spargel als Klima-Killer?“

Nach diesen vereinzelten, rein auf assoziativer Scheiß-Basis beruhenden Meldungen wird es 20 Jahre später im Zuge der an Fahrt aufnehmenden Klimahysterie konkreter: „Öko-Spargel als Klima-Killer?“ (Deutschlandfunk, 18.6.2007) und „Spargeln: Der Klima-Killer auf dem Teller? – Der moderne Mensch hat ein ›ökologisches Gewissen‹. Sind Spargeln, die aus Übersee importiert werden, damit noch vereinbar?“  (Luzerner Zeitung, 8.4.2010). Einige Jahre später schließt sich Peter Carstens von Ideologieschleuder GEO (12.11.2015) an:

„Nachhaltigkeit – 10 Dinge, die nicht in den Kühlschrank gehören. Sie wollen nachhaltiger leben? Dann schauen Sie mal in Ihre Kühlkombi! […] Energiefresser Spargel: Beim Energieaufwand für die Produktion von Obst und Gemüse fällt die Erntezeit ins Gewicht. Beispiel Spargel: Wird er zwischen Mai und Juli geerntet, schlägt die Produktion von einem Kilo mit knapp einem halben Liter Erdöl zu Buche. Im Januar dagegen ist es das Zehnfache, rund fünf Liter. Auch hier gilt: besser vorher informieren, woher das Gemüse stammt und wie es produziert wurde.“

Warum hinsichtlich des Spargels so viel Propaganda-Sauce statt Hollandaise zubereitet wird, mag ein Blick in die Auslandspresse, z.B. in The Guardian vom 14.6.2016, verdeutlichen:

„White gold: the German love affair with pale asparagus […] It is impossible to overstate the German obsession with white asparagus—typically served with butter and ham. And with around 125,000 tonnes consumed during ›Spargelzeit season‹ from April to June, more is definitely more.“

Nach dieser Vorbereitung war es schließlich soweit:

„Grüne wollen Spargel-Folien verbieten […] Brandenburgs Grüne haben sich für ein weitgehendes Verbot von Folien auf Spargelfeldern ausgesprochen. 90 Prozent des Spargels in Brandenburg würden mittlerweile unter Folien gezogen“ (Junge Freiheit, 29.3.2017).

„Spargelkult als parareligiöse Praxis“

Und nun schloß sich auch der nur dank Soros (sic!) über Wasser gehaltene SPIEGEL in Gestalt seiner Vollzeit-Hausfeministin Margarete Stokowski in einem sogenannten Plädoyer an:

„Der Spargelkult muß enden. Es ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands, der alte weiße Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz im Netz – auch Markus Söder hat was dazu zu sagen. Ach ja, die Ernte ist übrigens auch menschenverachtend. Eine Abrechnung […] Der Spargelkult ist als parareligiöse Praxis aus Deutschland nicht wegzudenken […] Während Windkraftwerke als Verschandelung der Natur gelten, hat der gemeine Deutsche kein Problem damit, daß Spargel oft in Monokulturen unter Plastikfolie angebaut wird, die mindestens genauso häßlich aussehen„(SPIEGEL online, 22.4.2019).

Auf Twitter legte sie am gleichen Tag in ebenso ungehemmter Weise nach:

„Spargel ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands. Er darf überall rein und überall ran. Er ist okay, aber komplett überbewertet, der alte weiße Mann der Kulinarik. Sein Ruhm basiert auf Mythen und Widersprüchen.“

Mancher Leser wird sich oben gefragt haben: Was ist eigentlich ein „Dickpic“? – Nach diesem Neusprech wird so ein Penisfoto bezeichnet, das unaufgefordert verschickt wird, z.B. via E-Mail oder WhatsApp, was in Deutschland mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet wird. Wir raten Frau Stokowski, sich ein älteres, „ressourcenschonendes“ Handy zu kaufen, um sich vor entsprechenden Zusendungen zu schützen, genauso aber ihre Mitmenschen vor ihren kruden Phantasien. Ein Bezug zu Freud erübrigt sich, wir erinnern lieber an den sehr richtigen Satz von Gustave Flaubert: „Le style c’est l’homme.„[1]

Dann kam bekanntlich DAS Virus in die Welt, und mit ihm mutierte auch die Anti-Spargel-Propaganda:

„Erntehilfe: Spargel statt Menschenleben? […] ›Das Agieren der Bundesregierung ist an Zynismus nicht zu überbieten. Einerseits verhindern sie, daß wenigstens 1500 Menschen aus den Hotspots in Griechenland in Deutschland Hilfe finden können und begründet dies mit Infektionsschutzgründen in der Corona-Krise. Andererseits können 40 000 Saisonarbeitskräfte nun nach Deutschland einreisen, weil sonst die Spargelernte gefährdet sei. Wie hier wirtschaftliche Interessen durchgesetzt und gleichzeitig Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ist unerträglich‹“ (Özlem Alev Demirel, Mitglied im Ausschuß für Arbeit und Soziales des EU-Parlaments, dielinke-europa.eu vom 3.4.2020).

Corona-Ausbrüche bei „Saisonsrbeiter:innen“ und Appell an „Kund:innen“

Die uns bereits bekannte „Spargel-Beauftragte“ des SPIEGEL schloß sich am 14.4.2020 gleich an:

„Die Regierung holt 50 Kinder aus den grauenhaften griechischen Flüchtlingslagern – und 80 000 Erntehelfer. Denn was könnte wichtiger sein, als den deutschen Spargel vorm Verrotten zu retten? (…) Systemrelevantes Superfood (…) 80 000 ausländische Saisonkräfte, die für die Ernte per Sonderflug nach Deutschland gebracht werden, über geschlossene Grenzen hinweg, ja, es ist auf einmal dann doch sehr vieles möglich, wenn es um die heilige Stange geht (…) Daß die Deutschen mitten in der Apokalypse auf ihren geliebten Spargel verzichten müssen: absolut undenkbare Härte, die mit allen Mitteln verhindert werden muß.“ – „2020 kam es zu verschiedenen Corona-Ausbrüchen unter Saisonarbeiter:innen, zum Beispiel im niederbayrischen Mamming (…) Bleibt zu hoffen, dass Kund:innen ihrer Abscheu per Kaufentscheidungen Ausdruck verleihen und 2021 die Finger vom Spargel lassen“ (arbeitsunrecht.de, 2.4.2021).[2]

Die Propaganda ist völlig beliebig, wie Sie sehen, doch ließ ihre Wirkung anscheinend zu wünschen übrig. So kam wohl auch von Jörn Kabisch folgender Angriff von der Seite zustande:

„Spargel für Genießer: Vergeßt die Hollandaise! (…) Spargel wird in der deutschen Küche oft falsch zubereitet. Ein Plädoyer gegen das Wasserbad und drei Rezepte für mehr Vielfalt“ (taz, 9.5.2021).

Der STERN schüttelte am 9.5.2020 etwas gezwungen eine Art Ekel-Joker aus dem Ärmel:

„Nerviger Hype: Spargel-Jünger fürchten in der Krise um ihr Lieblingsgemüse – dabei ist das völlig überschätzt (…) Spargel mit Sauce Hollandaise ist wie die Tennissocken-in-Sandalen-Kombination: Nicht gerade schön anzusehen, typisch deutsch und alles andere als attraktiv. Doch selbst in der Coronakrise gibt es vor dem Gemüse kein Entkommen.“[3]

Doch die Rettung naht: Endlich wieder Krieg gegen Rußland! Und die Presse frohlockt:

„Spargel? Dieses Jahr nicht so der Hit (…) Nur noch 15 statt 25 Saisonarbeiter“ (Süddeutsche Zeitung, 3.6.2022). „Vom Luxusgemüse zum Ladenhüter…! Spargelbauern bleiben 2022 auf einem gewichtigen Teil ihrer Ernte sitzen“ (BILD, 6.6.2022). „Inflation ruft erste Bremsspuren hervor (…) Rasant steigende Preise beim Spargelanbau“ (BNN, 1.7.2022).

Doch sooo verheerend schien der Absatzeinbruch noch nicht gewesen zu sein, FOCUS online wetterte am 22.6.2022 gegen den Spargel, schlug nun jedoch in eine scheinbar neue Kerbe:

Gehätschelte Kultstangen mit geringem Nährwert“

„Geringer Nährwert, viel Fläche: Im Kampf gegen Putin nehmen Grüne jetzt ›Luxusgemüse‹ Spargel ins Visier (…) Weizen und Sonnenblumenöl werden wegen der russischen Aggression gegen den Großerzeuger Ukraine knapp und teuer. Im Europaparlament kursieren radikale Pläne deutscher Abgeordneter, dagegen etwas zu tun. Es geht gegen das ›Luxusgemüse‹ Spargel […] Angesichts der Engpässe durch den Wegfall großer Teile der Agrarproduktion in der von Rußland überfallenen Ukraine nimmt Paulus das ›Weiße Gold‹ ins Visier, für das hierzulande 18 Prozent der Freilandanbau-Fläche für Gemüse reserviert sind – laut Bundeszentrum für Ernährung mehr als für jedes andere deutsche Gemüse […] Die gehätschelten deutschen Kultstangen […] weisen mit etwa zwölf Kilokalorien pro 100 Gramm in der Tat einen geringen Nährwert auf.

(Das erinnert doch sehr an den bekannten Satz von Arno Schmidt: „daselbst können doch Runkeln wachsen!“, was er jedoch als Kritik an der schon zu seiner Zeit verheerenden Naturzerstörung meinte, denn er läßt seinen Protagonisten wie folgt fortfahren: „Soll doch Jeder zwei Kinder weniger haben! Da wird sogleich Raum für Gehölze, und der Hunger hört auch auf! Kein Krieg, kein Elend mehr! Meine Stimme kriegt die Partei, die gegen Wiederbewaffnung und für Geburtenbeschränkung ist!“)

Apropos „geringer Nährwert“: Hieß es nicht vor nicht allzu langer Zeit noch, man solle sich gesund ernähren? Und zwar mit Folsäure, vielen Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und wenig Kalorien, so nämlich tatsächlich z.B. mit Spargel, der zudem die entwässernde wie nierenanregende Asparaginsäure liefert. Und bestenfalls aus regionalem Anbau, also ohne die bösen langen Transportwege?! Doch ist das, was uns der FOCUS auftischt bzw. besser gesagt: die GRÜNEN, wirklich neu?

„Auf den Spargeläckern, so zürnt die Grüne [4], werde, ›in einem sehr begrenzten Zeitraum‹ ein ›Luxusgemüse‹ geerntet, sie könnten den Rest des Jahres für nichts anderes genutzt werden. ›Man könnte auf diesen Böden auch wunderbar Nahrungsmittel anbauen, die vielleicht einer größeren Schicht der Bevölkerung zur Verfügung stehen‹, regte die Europaabgeordnete kürzlich in einer Videokonferenz an.“

Regt an, so, so… Auch Hitler hat so manches „angeregt“, einen schriftlichen, amtlichen Holocaust-Befehl sucht man z.B. bis heute vergebens, und auch an unserer Stelle war er Pionier, wie wir gleich sehen werden.

Rainer Balcerowiak schreibt in seinem Online-Artikel „Es lebe der Spargelkönig!“ vom 23.5.2017:

„Früher galt Spargel als eher exklusiver Genuß. Unter der Naziherrschaft war sein Anbau weitgehend verboten, da er nicht der Sicherstellung der ›Volksernährung‹ diente“ (www.genuss-ist-notwehr.de).

Schon fünf Jahre zuvor berichtete die BILD am 21.4.2012 das gleiche:

„Nazi-Diktator Adolf Hitler jedoch verbot den Anbau während des Krieges – weil Spargel zu wenig Kalorien hat.“

Ach ja, unter Hitler war also „zwölfmal Spargelzeit“! Für ihn vielleicht, schließlich war er Vegetarier, und für Thyssen und seinesgleichen…

Soviel zu den GRÜNEN und ihren (nicht ganz) „verblüffenden“ Vorfahren – doch es wäre kurzsichtig, sich wie die Neue Rechte nur mit ihren Auswüchsen, aber nicht mit ihren Anfängen zu beschäftigen. Überhaupt ist der Krieg, wie wir an den vorangegangenen Beispielen sehen konnten, nur mehr ein weiterer Vorwand, uns nicht nur das Geld zu rauben, sondern uns immer weiter auf Sklavenfraß plus mobile Volksempfänger/Fußfessel zu reduzieren (vgl. die 1996 Maßstäbe setzende, abwatschende McDonald’s-Reklame „Schnauze voll für 8,29 DM“, siehe KB 65). Beim Fleischgenuß wie bei überhaupt allen Genüssen stellt sich die einzig entscheidende Frage: Geburtenkontrolle oder Senkung des Lebensstandards? Die gesellschaftlichen Vorteilsnehmer ( = the happy few oder nach ihrer verschlagenen Selbstbezeichnung The Good Club) und ihre nicht nur grünen, an Ministerposten, Asphalt oder Bilderrahmen festklebenden Werkzeuge haben diese Frage längst zu unseren Ungunsten beantwortet. Kurzfristig gilt: Laßt Euch den Spargel nicht nehmen, eßt ihn, so oft es noch geht! Und vergeßt niemals, wer ihn Euch nehmen will und wofür! Und freut Euch nicht darüber, wenn die Lügenpresse mal ein gutes Spargelrezept abdruckt… Zuckerbrot und Peitsche halt…

„Im übrigen bin ich der Meinung, daß das Anwachsen
der Menschheit verringert werden muß.“

Diesen Stempel hat Prof. Bernhard Grzimek nie versäumt, unter seine Unterschrift zu setzen. Grzimek war Direktor des Frankfurter Zoos (1945–74), Hrsg. der Tierenzyklopädie »Grzimeks Tierleben«, oscar-prämierter Filmregisseur (»Serengeti darf nicht sterben«) und in jungen Jahren übrigens Leiter einer Spargelplantage.

***

[1] Der neugierige Leser sei an dieser Stelle auf das Werk »Marxismus, Psychoanalyse, Politik« (AHRIMAN, 1983) von Fritz Erik Hoevels hingewiesen, der als erster das Scharnier zwischen Öko- und Psychoanalyse entdeckte und eingehend untersuchte: den Sekundären Krankheitsgewinn.
[2] Warum die Spargelernte nicht behindert wurde? »Millionen lieben ihn: Wie wichtig ist Spargel fürs deutsche Gemüt?« (dpa/ZEIT online, 2.5.2022) – Also nichts anderes als ein kleines Bonbon für den noch etwas wohlhabenderen Teil der Deutschen im Zuge der Einführung der Corona-Diktatur.
[3] Vgl. auch den Titel einer SWR-»Marktcheck«-Sendung vom 25.4.2023, also ziemlich zu Beginn der diesjährigen Saison: »Schimmel-Sprays, Spargel und Co.« – Zufall?
[4] Jutta Paulus verdiente ihre Meriten Ende der 1980er Jahre bezeichnenderweise in den AStA-Referaten »Internationalismus« und »Ökologie«. Als Apothekerin konnte sie der Partei der Taxifahrer und Studienabbrecher überdies ein damals noch benötigtes Quentchen Seriosität zutragen.

Aus Ketzerbriefe 238 – Flaschenpost für unangepaßte Gedanken herausgegeben vom Bund gegen Anpassung erschienen im Juni 2023 im Ahriman-Verlag

80 S., € 5.- / ISSN 0930-0503 / ISBN 978-3-89484-302-1
Jahresabonnement (6 Hefte) € 37,50 inkl. Versandkosten

Weitere Artikel dieser Ausgabe:

  • Der Mythos des 21. Jahrhunderts von Fritz Erik Hoevels
  • Die »Post-Corona-Stadt« von Wilfried Beaumarçaux
  • »Leipziger Buchmesse« – 90 Jahre wie ein Tag von Birgit Vidam
  • Rezension: Jeffrey Veidlinger, Mitten im zivilisierten Europa. Die Pogrome von 1918 bis 1921 und die Vorgeschichte des Holocaust  von Peter Priskil
  • Wolfgang Wodarg: Vom Saulus zum Paulus? von Monika Zorn
  • Lauterbachs neuer Krankenhaus-Kahlschlag von Eleonora Hoff
  • In »eigener« Sache: Die Erdrosselung unseres Kreditkarteneinzugs
  • Australienreisende, Vorsicht!

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