Man hat den Eindruck vom gestrigen Koalitionsausschuss, dass die Damen und Herren ein wenig müde vom Tanzen in Neu-Versailles sind. Doch wenn die Herrschenden in Samt und Seide in Neu-Versailles gehüllt nur noch das Tanzbein schwingen, gehen die Beherrschten bald in Lumpen. In der Pressekonferenz zum Koalitionsausschuss gestern wirkte selbst Söder intellektuell gelangweilt, was schon etwas heißen will, Klingbeil versuchte sich mit spärlichen Überbleibseln seines verschmitzt jungenhaften Antifa-Lächelns wach zu halten, Bärbel Bas hatte wie immer den ewig gleich frustrierten Gesichtsausdruck aufgesetzt, als sei ihr bereits pränatal Ungerechtigkeit widerfahren und Friedrich Merz sah man die Verärgerung darüber an, überhaupt im popligen Berlin sein zu müssen. Viel Rhetorik, viel abgestandenes Merz-Pathos, nichts beschlossen, was Deutschland benötigt. Noch reichen ja die 900 Milliarden, die man als Schulden auf die deutschen Bürger gehäuft hat. Oder doch nicht? Es kommen harte Zeiten – für die Bürgerrechte und für Meinungs- und Pressefreiheit – auf die Deutschen zu.
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