Der leitende Polizeiinspektor Soeren Thomassen und Polizeiinspektor Mads Helios kommentierten Berichte über Drohnensichtungen über dem Flughafen Kopenhagen im vergangenen Jahr, anlässlich einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium in Kopenhagen.

Jene angeblichen Vorfälle hatten bekanntlich die NATO in Alarmbereitschaft versetzt, da sie als hybride Angriffe Russlands gewertet worden waren.

Russland bestritt jegliche Beteiligung

Die nunmehr neun Monate dauernden Ermittlungen wurden abgeschlossen, ohne dass auch nur irgendwelche Verdächtigen identifiziert werden konnten. Das damals verdächtigte Russland hatte freilich jegliche Beteiligung bestritten.

Das Militär hatte zuvor erklärt, dass Drohnen über seinen Standorten präsent gewesen seien, wie auch Reuters berichtet hatte.

Die dänische Polizei hatte am 25. Juni mitgeteilt, dass sie keine Beweise gefunden worden wären, die belegen würden, dass angebliche Flugobjekte im „Einsatz“ gewesen waren, die im vergangenen Jahr dazu geführt hatten den Flughafen Kopenhagen zu schließen. Nach einer neunmonatigen Untersuchung konnte man keinerlei Drohnenaktivität feststellen, die damals als möglicher Angriff angesehen worden war.

Der Flughafen Kopenhagen hatte die Flüge am 22. September ausgesetzt, als angeblich besagte Objekte in dessen Luftraum gesichtet worden waren. In den darauffolgenden Tagen hatten die wichtigste Jagdflugzeugbasen der dänischen Luftwaffe wie auch andere ⁠ Flughäfen nach angeblich ähnlichen Vorfällen den Betrieb eingestellt.

Keinerlei Belege gefunden

„Wir können nicht bestätigen, dass es Drohnenaktivität in und um den Flughafen gab. Gleichzeitig können wir jedoch die Möglichkeit einer Drohnenaktivität nicht ausschließen“, erklärte Chief Police Inspector Soeren Thomassen gegenüber Reportern.

„Es wurden keine Verdächtigen identifiziert und die Ermittlungen wurden eingestellt“, fügte er hinzu.

Die Vorfälle im vergangenen Jahr wurden vor allem seitens der NATO als Teil eines wachsenden Musters mutmaßlicher hybrider Kriegsführung gesehen, die kritische Infrastruktur in der nordischen und baltischen Region anvisiert, was bei NATO-Verbündeten Alarm auslöste.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen beschrieb die Vorfälle damals wie folgt, „die schwerwiegendsten Hybridangriffe auf die bisherige kritische Infrastruktur des Landes“, verzichtete jedoch bewusst darauf, jedwede Verantwortung dafür zuzuschreiben.

Russland, das westliche Vorwürfe der Durchführung von Drohnen- und Online-Angriffen in Europa regelmäßig bestritten hatte, insbesondere seit der Invasion der Ukraine, hatte damals unmissverständlich erklärt, es habe nichts mit den Vorfällen in Dänemark zu tun.

Justizminister Nicolai Wammen erklärte, die Regierung und die Behörden hätten die Lage damals auf Grund anhaltender Cyberangriffe auf europäische Flughäfen, Luftraumbeschränkungen in Polen und eines bevorstehenden EU-Gipfels in Kopenhagen sehr ernst genommen.

„Es gehört zur Natur hybrider Kriegsführung, dass der Gegner sich nicht offenbart, und es könnte daher in Zukunft Fälle geben, in denen es keineswegs sicher ist, dass wir auf all unsere Fragen Antworten bekommen werden“, fügte er hinzu.

In einem separaten Bericht, der letzte Woche veröffentlicht worden war, kamen die dänischen Streitkräfte zu dem Schluss, dass Drohnen auf Grundlage der gemeldeten Beobachtungen und technischen Informationen der Soldaten im September 2025 mehrfach über dänische Militäreinrichtungen geflogen waren.

Die Streitkräfte erklärten dazu letzte Woche, dass die Verantwortung für die Untersuchung und Strafverfolgung jeglichen kriminellen Verhaltens bei der Polizei liege.



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