Während der China/USA Gipfel in Peking für Schlagzeilen sorgte, fand zeitgleich am 14.5./15.5.2026 in Neu-Delhi das Treffen der Außenminister der BRICS-Staaten statt. Das einzige, was jetzt noch fehlte, war die Bestätigung des nächsten China-Besuchs durch Waldimir Putin.

Der US-China-Gipfel in Peking ließ die erhofften politischen Resultate komplett vermissen

Von REDAKTION | Erste Analysen zu den Ergebnissen des Gipfels zwischen Xi Jinping und Donald Trump in Peking fielen extrem ernüchternd aus:

Die Höhepunkte des Besuches erschöpften sich im Rahmenprogramm, welches neben dem Austausch höflicher Floskeln samt stilvoller Blumensprache vor allem durch touristische Momente glänzte. Letztere waren jedoch von chinesischer Seite mit großer Sorgfalt auf die besondere Psyche ihres hohen Staatsgastes aus dem Land des Make-It-Great-Again zugeschnitten worden.

Dazu passte ein gemeinsamer Rundgang durch Zhongnanhai, dem vormaligen kaiserlichen Garten, der an die Verbotene Stadt in Peking angrenzt und in dem sich heute die Büros und Residenzen der obersten Staatsführung Chinas befinden. Es handelt sich dabei um ein sehr exklusives Areal, welches in Programmen für diplomatische Besucher nur äußerst selten eine Berücksichtigung findet.

Weiters verwöhnte der chinesische Gastgeber seine Besucher mit einem königlichen Staatsbankett, welches dazu beitragen durfte, mit lukullischen Höhepunkten im zeremoniellen Ambiente über die fehlende diplomatische Substanz hinwegzutrösten.

Doch all das nützte nichts: Selbst zur für China wichtigsten Taiwan-Frage wollte der US-Präsident gegenüber Reportern zuletzt rein gar nichts verlauten lassen. Sein Secretary of State (Außenminister & „Aufpasser“), Marco Rubio merkte gegenüber NBC News nur an, dass die entsprechende US-Position zu Taiwan „unverändert“ bliebe, doch China einen „schrecklichen Fehler“ machen würde, sollte es versucht sein, diesbezüglich Gewalt einzusetzen. Doch auch die anderen brennenden Themen, wie vor allem der Krieg um die Straße von Hormus, verliefen ebenso nichtssagend im Sand.

Viel spricht dafür, dass Xi und Putin im Vorjahr der Administration-Trump eine US-Politwende noch zugetraut hätten, bis dann die US-Aggressions-Politik gegen Venezuela sowie den Iran den hohen Erwartungen von Putin und Xi voll in die Quere kam und alle diesbezüglichen Hoffnungen allzu schnell wieder begraben ließ. Dazu musste in Russland und China die grausame Erkenntnis endgültig reifen, dass …

… atlantische Angriffskriege nach wie vor auf dem Programm des Westens werden stehen!

Das mussten sich Xi und Putin spätestens nach dem heimtückischen Überfall der USA auf den Iran, sowie auch nach dem gescheiterten Attentatsversuch auf Präsident Putin zum Jahresende in Valdai durch westliche Dienste, letzten Endes unverblümt eingestehen:

  • Mit dem Iran-Abenteuer versuchte die USA nach Venezuela sich auch noch die Bodenschätze des Irans einzusacken, um über eine immer umfangreichere Kontrolle der globalen Ölreserven letztlich China auf die Knie zu zwingen.
  • Davor noch versuchte die atlantische Kriegspartei den russischen Präsidenten durch einen Mord-Anschlag kurz vor dem Jahreswechsel in Valdai in gewohnter Manier aus dem Weg räumen zu lassen. Doch auch das schlug fehl!
5.5.2026 – Neu Delhi: Abbas Araghchi gibt in der iranischen Botschaft eine Pressekonferenz | Quelle: Press TV

Auszüge aus der Pressekonferenz des iranischen Außenministers Abbas Araghchi in Neu-Delhi zur Lage

 Nach dem Treffen der Außenminister der BRICS-Staaten in Neu-Delhi gab Araghchi einleitend zu seiner Pressekonferenz eine Grundsatzerklärung zur Vorgeschichte des Überfalls auf sein Land ab:

Zitat Araghchi Anfang

… Wir hatten [mit den USA in 2026] drei Verhandlungsrunden. Zuerst in Maskat [Hauptstadt von Oman] und dann zweimal in Genf. Die letzte Runde fand am 26. Februar statt. An jenem Vormittag hat der Außenminister, mein lieber Freund, der Botschafter, der bei diesen Verhandlungen [mit den USA] vermittelte, einen Tweet abgesetzt und wissen lassen, dass bedeutende Fortschritte erzielt worden wären.

Ich bin sicher, auch Sie haben seinen Tweet gelesen. Denn er hat ihn gepostet und beiden Delegationen, der iranischen und der US-amerikanischen, zukommen lassen. Die US-Delegation bestätigte, dass man tatsächlich bedeutende Fortschritte erzielt hätte und gab ihrer Hoffnung Ausdruck sehr bald vor einer Einigung zu stehen. Doch nur zwei Tage später, am 28. Februar …

… verübten sie [die USA] gemeinsam mit den Israelis einen Angriff auf mein Volk!

Der wichtigste Punkt dabei berührt die Frage des Vertrauens. Denn wir können den Amerikanern überhaupt nicht mehr trauen. Daher müsste [künftig] alles genau festgelegt und sehr klar definiert sein, bevor wir ein Abkommen abschließen könnten.

Wir leisteten im sehr brutalen Krieg gegen mein Volk Widerstand, wobei sie keines ihrer Ziele erreichen konnten. Es ist offensichtlich, dass sie das, was sie militärisch nicht erreichten, auch nicht auf dem Verhandlungsweg erzielen können, es sei denn, es würde eine Win-Win-Lösung angestrebt.

Die aktuellen Verhandlungen leiden somit unter einem Vertrauensmangel, sowie auch unter widersprüchlichen Botschaften, welche die Amerikaner aussenden. Jeder Tag unterscheidet sich [in Bezug auf solche Nachrichten] vom vorhergehenden:

Ein Tweet von heute unterscheidet sich von der Wahrheit von gestern!

Manchmal erhält man sogar an einem Tag zwei unterschiedliche Botschaften. Das ist ein Problem, welches das Misstrauen noch weiter verstärkt.

Zudem wissen wir, dass es auch einige Quertreiber gibt, welche versuchen, die Diplomatie zu unterminieren, was der Tatsache entspricht: Es handelt sich um Kriegstreiber, welche versuchen die USA erneut in den Krieg hineinziehen. Doch ich hoffe, dass sich letztendlich Weisheit und Diplomatie durchsetzen werden und wir einen diplomatischen Weg einschlagen können! …“

Zitat Araghchi Ende

 Im Anschluss beantwortet der iranische Außenminister die Fragen von Journalisten, wobei sich seine Aussagen auf die folgenden Kernthemen bezogen:

  • Die iranischen Behörden versuchen, den Waffenstillstand mit den USA aufrechtzuerhalten, um eine diplomatische Lösung des Konfliktes zu erzielen.
  • Nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der iranische Lösungsvorschlag sei inakzeptabel, erhielt Teheran eine weitere Botschaft aus Washington, welche Interesse an der Fortsetzung der Verhandlungen bekundete.
  • Die größten Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zur Lösung des Konflikts stellen die widersprüchlichen Signale aus Washington dar.
  • Der iranische Außenminister hätte US-Präsident Donald Trump geraten, Geduld zu üben, falls Washington ernsthaft eine Einigung mit Teheran anstrebe.
  • Einige Länder versuchten, die Gespräche zwischen Teheran und Washington zu torpedieren, um die Vereinigten Staaten wieder in einen Krieg hineinzuziehen.
  • Der Iran wäre auf jedes Szenario vorbereitet – sei es die Wiederaufnahme des Krieges mit den Vereinigten Staaten oder auf eine Rückkehr zum Verhandlungstisch zur Lösung des Konflikts.
  • Das iranische Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken und Teheran hätte nie versucht, eine Atombombe zu bauen.
  • Teheran und Washington hätten gemeinsam beschlossen, die Diskussion zur Frage des angereicherten Urans aufgrund der Komplexität nach hinten zu verschieben.
  • Der Iran wäre Moskau für den Vorschlag, angereichertes iranisches Uran ggfs. zu übernehmen und für ihre diesbezügliche Bereitschaft zu helfen, dankbar.
  • Teheran wäre bereit, Moskaus Vorschlag angereichertes Uran zu übernehmen, ins Auge zu fassen, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Die iranischen Behörden wären bereit, allen Handelsschiffen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewähren, sobald der Krieg mit den Vereinigten Staaten beendet wäre.
  • In Bezug auf den Golf von Hormus sollte man nicht übersehen, dass es sich dabei um kein internationales Gewässer handle, sondern um ein rein nationales, das dem Iran und Oman gemeinsam unterstünde!

Soviel zur Pressekonferenz des iranischen Außenministers nach dem BRICS Gipfel.

Der Kreml gibt die Reise von Waldimir Putin nach China bekannt

 Nach der diplomatischen Nullnummer der US-Regierungsdelegation in Peking wird es für Russland und China umso wichtiger und dringlicher das angerichtete weltweite Chaos atlantischer Globalpolitik zu korrigieren, das Heft des diplomatischen Handels im Interesse der Weltmehrheit stärker in die Hand zu nehmen und das gemeinsame Vorgehen der beiden Supermächte entsprechend eng strategisch aufeinander abzustimmen.

So hat der Kreml bekannt gegeben, dass der russische Präsident auf Einladung seines chinesischen Amtskollegen, schon in der nächsten Woche, …

… sprich am 19. Mai 2026 nach Peking reisen werde!

Nähere Details teilte das Pressebüro des Präsidenten der Russischen Föderation heute dazu, wie folgend mit:

Zitat Kreml Anfang

Ankündigung für den 19. bis 20. Mai: Wladimir Putin stattet China einen offiziellen Besuch ab

Auf Einladung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping wird der russische Präsident Wladimir Putin vom 19. bis 20. Mai der Volksrepublik China einen offiziellen Besuch abstatten.

Die Reise des russischen Staatschefs fällt mit dem 25. Jahrestag der Unterzeichnung des für die zwischenstaatlichen Beziehungen grundlegenden Vertrags über gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit zusammen.

Wladimir Putin und Xi Jinping werden aktuelle Fragen der bilateralen Beziehungen sowie Wege zur weiteren Vertiefung der umfassenden Partnerschaft und der strategischen Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China erörtern und sich über wichtige internationale und regionale Themen austauschen.

Die Staatschefs werden zudem an der Eröffnungszeremonie der „Jahre der Bildung“ Russlands und Chinas (2026–2027) teilnehmen. Als Ergebnis ist die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung auf höchster Ebene sowie einer Reihe bilateraler zwischenstaatlicher, zwischenministerieller und anderer Dokumente geplant.

Auf dem Besuchsprogramm steht auch ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten des Staatsrats der Volksrepublik China, Li Qiang, auf dem die Perspektiven für die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit erörtert werden sollen.

 Zitat Kreml Ende

 Russland und China wissen inzwischen nur zu gut, was sie jetzt zu entscheiden und künftig gemeinsam zu tun werden haben!

***

Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
UNSER MITTELEUROPA + kritisch + unabhängig + unparteiisch +

UNSER-MITTELEUROPA-Beiträge unter „Zeitgeschichte und Globalpolitik“ mögen deutschsprachigen Lesern wie auch Historikern als ergänzende Zeitdokumente dienen, nachdem die gängige Massenberichterstattung im deutschen Sprachraum zu politischen Themen oftmals von Tendenzen einer mehr oder weniger lückenhaften Darstellung, wenn nicht immer stärker werdenden Zensurbestrebungen geprägt ist.

Beiträge von Gastautoren oder die Übernahme von Artikeln anderer Medien sowie Aussagen in Veranstaltungen, Kongressen oder sonstigen Tagungen müssen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.


x

 

 

The post China: Nach US-Luftnummer in Peking reist Putin schon nächste Woche zu Xi appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

Abbildung des Banners Merch Gegen Oben
Nach oben scrollen