Friedrich Nietzsche, im heutigen Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt geboren, drohte in der 1882 erschienenen „Fröhlichen Wissenschaft“: „Wie, wenn dir eines Tages oder Nacht, ein Dämon in deine einsamste Einsamkeit nachschliche und dir sagte: ‚Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues daran sein … Die ewige Sanduhr des Daseins wird immer wieder umgedreht – und du mit ihr, Stäubchen vom Staube!‘“ Stäubchen vom Staube: Hat man den Zerfall der DDR erlebt, die Verstaubung, das langsame Nachgeben morscher Dielen des Systems, sodass man sich fragt, wann sie brechen, das Regnen durchs Dach, das Zusammenfallen des Hauses, weil die Werterhaltung vernachlässigt wurde, so beschleicht einen heute zum Ende des Jahres 2025 von Tag zu Tag stärker das Gefühl, dass die Drohung Friedrich Nietzsches sich an den Ost- deutschen erfüllt.

Der Beitrag Bonjour Tristesse: Ostdeutsche erkennen die alten Muster im neuen System erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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