Jens Spahn erschien das Sommerloch wohl der geeignetste Zeitpunkt auf sein neues Familienglück aufmerksam zu machen, mit Instagram-Fotos und „Bild“-Bericht. Dummerweise, nachdem er erst kurz zuvor, auf dem Bundesparteitag der CDU im Februar, einen Antrag, der jede Form der Leihmutterschaft strikt verbietet, unterstützt hatte, während „seine“ Leihmutter bereits mit „seinem“ Georg schwanger war. Das ist nicht einmal wirklich überraschend, fehlt doch dem Jensemann jeglicher politische Instinkt. Sprich die intuitive Fähigkeit, Stimmungen in der Bevölkerung zu erfassen, Machtdynamiken zu durchschauen und strategisch günstige Momente für politisches Handeln zu erkennen. Womit er allerdings nicht alleine dasteht. Uns fällt beim derzeit agierenden Regierungspersonal niemand ein, der über diesen Instinkt verfügt.
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