Laut Friedrich Merz sollte 2025 ja das Jahr der Asylwende werden. Und die wird von einigen Kommentatoren trotz mangelnder Anhaltspunkte noch immer herbeigeschrieben. Anfang des Jahres verkündete Merz, er wolle „am ersten Tag meiner Amtszeit das Bundesinnenministerium im Wege der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers anweisen, die deutschen Staatsgrenzen zu allen unseren Nachbarn dauerhaft zu kontrollieren und ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen“. Richtlinienkompetenz, „anweisen“, Staatsgrenzen, „ausnahmslos alle“ – das waren große und kecke Töne, die ganz nach einer radikalen Grenzschließung für die gesamte illegale Migration klangen. Bald schob Merz auch tatsächlich hinterher: „Es wird ein faktisches Einreiseverbot in die Bundesrepublik Deutschland für alle geben, die nicht über gültige Einreisedokumente verfügen. Das gilt ausdrücklich auch für Personen mit Schutzanspruch.“ Zu Deutsch: Wer ohne Visum oder Pass ins Land will, wird abgewiesen, er kann hier kein Asyl mehr beantragen.

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