Die Republik Korea will das Sicherheitsmodell entlang der Demarkationslinie zur Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) wesentlich umgestalten. Wie der südkoreanische Verteidigungsminister Ahn Gyu-back am Donnerstag angekündigt hat, soll die Zahl der an der Grenze stationierten Soldaten bis zum Jahr 2040 von 22.000 auf 6.000, also auf etwa ein Drittel, reduziert werden. 

Auf der Plattform Facebook schrieb der Politiker, dass sich die Koreaner wegen dieser Entscheidung keine Sorgen machen sollten. Die Grenzschutztruppen würden nicht von heute auf morgen reduziert werden. Der Plan solle schrittweise und nach einer Überprüfung umgesetzt werden.

Ahn erklärte die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die der Regierung in Seoul keine andere Wahl lasse. Die Ursache sei der andauernde Bevölkerungsschwund. Dafür aber sollen dem Minister zufolge moderne technische Mittel, darunter KI-Systeme, die Sicherheit an der Nordgrenze gewährleisten.

Laut Medienberichten weist Südkorea eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt auf. Gleichzeitig nimmt die Zahl der älteren Menschen zu. Im Land besteht ein striktes Wehrpflichtsystem. Alle wehrfähigen männlichen Staatsbürger müssen je nach Teilstreitkraft zwischen 18 und 21 Monaten dienen. Das gesetzlich festgelegte Einberufungsalter liegt zwischen 18 und 35 Jahren.

Pjöngjang und Seoul sind auch über sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953 formell weiterhin im Kriegszustand.

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