Das französische Parlament wird bekanntlich über einen Austritt aus der NATO abstimmen lassen.

Während die Türkei bereits an der Installation einer „islamischen NATO“ „arbeitet“, die diesbezüglichen Verhandlungen sollen bereits weit fortgeschritten sein.

Auflösungserscheinungen im Militärbündnis NATO

„Zerfallserscheinungen“ innerhalb der NATO sind nur noch schwer von der Hand zu weisen. Die USA stehen mit der EU-NATO nicht zuletzt auf Grund von Trumps „Anexionsbestrebungen“ Grönlands im Konflikt, wie auch anonymousnews berichtet hatte.

Darüber hinaus sieht man die EU auch nicht als stabilen Partner, weder ideologisch noch militärisch oder gar wirtschaftlich. Die aktuellen geopolitischen Umwälzungen verursachen zweifellos deutliche Risse in der NATO. Dies zeigt sich etwa aktuell in Frankreich, Dänemark und dem, nach den USA zweitgrößten NATO-Militär, der Türkei.

Die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen hatte zuletzt erklärt, dass ein US-Angriff auf Grönland und damit auf ein NATO-Land das Ende der westlichen Militärallianz bedeuten würde.

Den US-Angriff auf Deutschland, „in Gestalt der Zerstörung“ von Nord Stream, konnte man grade mal so überwinden. Damals waren bekanntlich auch die Demokraten an den Schalthebeln des Weißen Hauses, die Brüssel als Verbündeten betrachteten, anders als die aktuell regierenden Republikaner. Die Risse werden jedoch merkbar deutlicher.

Frankreichs Linke wollen Ausstieg aus NATO

Clémence Guetté, Vize-Präsidentin der französischen Nationalversammlung und Abgeordnete der linken Partei La France Insoumise (LFI), hatte am 9. Januar eine Resolution eingereicht, die den geplanten Ausstieg Frankreichs aus der NATO fordert. Der Vorschlag beginnt mit dem Rückzug aus dem integrierten Kommando der Allianz. Guetté begründete dies mit der „aggressiven“ Politik der USA unter Präsident Donald Trump, die sie als Bedrohung für die französische Souveränität sieht. „Die USA entführen einen Staatschef, das zeigt, dass die NATO nicht mehr unseren Interessen dient“, hieß es in der Erklärung.

Obwohl diese Resolution symbolisch ist, die Außenpolitik liegt in Frankreich primär beim Präsidenten, signalisiert sie dennoch eine Tendenz. LFI kritisiert die NATO seit Langem als Instrument US-amerikanischer Hegemonie. Le Pens Partei ist dabei zurückhaltend, von rechts fordert die Patrioten-Partei von Florian Philippot einen umgehenden NATO- und EU-Austritt. Druck von Links und Rechts könnte die Debatte jedoch eskalieren lassen, vor allem weil Washington keinerlei Signale setzt, von der aktuellen, jedoch altbekannten Linie abzurücken.

Parallel dazu bröckelt die NATO auch im Osten. Die Türkei, zweitgrößte Streitmacht der NATO nach den USA, strebt intensiv den Beitritt zu einer neuen Verteidigungsallianz zwischen Saudi-Arabien und Pakistan an. Das, im September 2025 zwischen Riad und

Islamische NATO in konkreter Planung

Islamabad unterzeichnete Abkommen, sieht unter anderem vor, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf Alle gewertet werde, ähnlich dem NATO-Artikel 5. Pakistan bringt überdies nukleare Kapazitäten ein, Saudi-Arabien die finanziellen Ressourcen. Nun soll die Türkei als dritter Partner ihre militärische Technologie und Stärke beitragen.

Bloomberg hatte dazu berichtet, dass die Verhandlungen fortgeschritten sind und die Allianz als „Islamische NATO“ diskutiert werde. Ein solcher Schritt würde den Nahen Osten zweifelsfrei verändern, ebenso wie die islamische Welt selbst, in der bekanntlich unterschiedliche Mächte um Vorherrschaft konkurrieren. Ein solcher Schritt könnte die Türkei jedoch in massiven Konflikt mit der NATO bringen. Beobachter sehen Potenzial für eine Spaltung der Allianz durch die Orientierung der Türkei in Richtung Osten.

Die geopolitischen Umbrüche und die Entwicklung der sogenannten „multipolaren Weltordnung“ könnten somit auch das Ende der NATO, gewollt oder ungewollt mit sich bringen. Nach Außen gibt die Allianz freilich Einigkeit vor, doch die gibt es schon längst nicht mehr. Die EU bereitet sich durch die Entmachtung der Nationalstaaten auf der Ebene des Militärs scheinbar darauf vor, um eine EU-NATO zu formen, mit EU-Armee, kontrolliert von Brüssel und ohne jeglichen Einfluss der Nationalstaaten.




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