In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ rechnet die seit Oktober 2025 amtierende Vorstandsvorsitzende nun scharf mit dem eigenen Management ab: Palla kritisiert, dass in der Vergangenheit zu oft mehr Energie in die Erklärung von Problemen als in deren Lösung gesteckt worden sei. Verantwortung sei zwischen der Konzernzentrale und der operativen Ebene vor Ort hin- und hergeschoben worden: „Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. Das muss der Vergangenheit angehören.“ Bei wiederholten Zielverfehlungen hätten Manager oft jahrelang mit guten Erklärungen durchkommen können, ohne dass Konsequenzen gezogen wurden. „Wir hatten bei der Bahn noch nie ein Erkenntnisproblem, aber viel zu lange ein Umsetzungsproblem“, sagte Palla.
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