Israelische Haus- und Landbesetzer haben begonnen, Teile Syriens de facto für sich zu beanspruchen, indem sie eine Farm auf syrischem Boden errichten, warnen iranische wie auch libanesische Medien.
Das Projekt, das ursprünglich von Aktivisten entdeckt wurde, die mit dem Syrischen Observatorium für Menschenrechte verbunden sind, umfasst den Bau einer Rinderfarm, die bis zu 140 Rinderstücke im Wadi Ma’riya-Gebiet am westlichen Stadtrand von Daraa aufnehmen kann.
Angebliches NGO-Projekt
Dieses Unternehmen wurde angeblich vor etwa sechs Monaten unter der Schirmherrschaft einer israelischen NGO namens Hashomer Hachadash ins Leben gerufen. Um die israelischen Siedler unterzubringen, errichtete die Israelische Verteidigungsstreitkräfte (IDF) Zäune und beschränkten syrischen Hirten den Zugang zu den örtlichen Weideflächen. Die lokale syrische Bevölkerung wird effektiv aus ihrem angestammten Land vertrieben, einfach um sicherzustellen, dass sich die israelischen Haus- und Landbesetzer wohlfühlen.
Die Schaffung solcher illegalen Siedlungen ermöglicht es Israel, eine dauerhafte wirtschaftliche und zivile Präsenz auf syrischem Gebiet zu etablieren, das Israel de facto nach dem Sturz von Baschar al-Assad im Jahr 2024 annektiert hat. Landbesetzung ist ja bekanntlich eine lange „gepflegte“ israelische Tradition.
Weiterer Meilenstein für „Groß-Israel“
Während die internationale Gemeinschaft Israels Annexion syrischen Bodens, wie etwa der Golanhöhen, nicht anerkennt, „annektieren“ israelische Führungspersönlichkeiten weiterhin dreist das Land ihrer Nachbarn, um ihr sogenanntes „Groß-Israel“ aufzubauen. „Groß-Israel“ ist ein Plan, Israels Grenzen bis zu den Grenzen zu erweitern, die vage in alten jüdischen religiösen Texten beschrieben werden, wo Gott den Juden angeblich das Land versprach, das sich vom Nil bis hin zum Euphrat erstecken solle.
Wenn also der Plan umgesetzt wird, würde er dazu führen, dass Israel Gebiete, die zu Jordanien, dem Libanon, Syrien, Ägypten, Irak und sogar Saudi-Arabien gehören und zudem alle palästinensischen Gebiete vollständig annektieren würde.
Abgesehen vom Vordringung auf syrisches Land versucht Israel auch, bekanntlich de facto Teile des Süden Libanons unter dem Vorwand einer Sicherheitszone zu annektieren, demselben Vorwand, mit dem sie in Syrien argumentieren.
Premierminister Benjamin Netanjahu selbst gab offen zu, dass er „sehr“ mit dem „Großisrael“-Plan verbunden sei und dass er auf einer historischen und geistlichen Mission“ sei.
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