Es gibt in Deutschland eine besonders ungustiöse Form publizistischer Milde. Sie tritt bevorzugt dann auf, wenn ein Politiker aus dem Berliner Betrieb mit einem Bild, einem Satz oder einer Szene unfreiwillig etwas über seine politische Lebenswelt verrät, das beim Publikum erheblich schlechter ankommt als in den Redaktionen der sogenannten Begleitmedien. Dann beginnt jedes Mal wieder die Suche nach Missverständnissen, Übertreibungen und angeblich maßloser Empörung. Aus berechtigter Kritik wird Häme, Hass und Hetze, aus Spott ein Shitstorm, aus Bürgern ein Mob. Wie bequem, wie einfach, wie Begleitpresse.

Der Beitrag Amthors mediale Rettungsschwimmer erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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