Der Gründer des Weltwirtschaftsforums WEF, Klaus Schwab, hat nach der Entdeckung eines mutmaßlichen Abhörgeräts in seinem Genfer Heim Strafanzeige bei der Genfer Staatsanwaltschaft erstattet.

Das Gerät wurde bei einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung in Schwabs Privatresidenz in der Genfer Gemeinde Cologny gefunden – unweit der WEF-Zentrale. Laut Angaben aus seinem Umfeld soll die Abhörvorrichtung innerhalb der letzten drei Jahre installiert worden sein. Ein externer Sicherheitsspezialist entdeckte das Gerät und übergab es der Polizei.

Schwab erstattete daraufhin Anzeige gegen unbekannte Täter. Die Genfer Justiz hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist unklar, ob das Gerät aktiv war und ob tatsächlich Gespräche aufgezeichnet wurden.

Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Weltwirtschaftsforum ohnehin mit internen Konflikten zu kämpfen hat. Schwab trat im Frühjahr 2025 als Vorsitzender des Stiftungsrats zurück, nachdem anonyme Vorwürfe gegen ihn erhoben worden waren.

Eine externe Untersuchung entlastete ihn später vollständig. Dennoch gibt es weiterhin Macht- und Richtungskämpfe innerhalb der Organisation – unter anderem zwischen einer eher europäisch geprägten Linie und einer stärker amerikanisch ausgerichteten Führung.

Schwab und sein Team wollten sich am Montagabend nicht weiter äußern und verwiesen auf das laufende Verfahren.

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