Der Flug eines aus Schleswig-Holstein kommenden Luftfahrzeugs nahm am vergangenen Freitagnachmittag einen tödlichen Ausgang. Wie die Polizeiinspektion Magdeburg in einer Pressemitteilung meldete, stürzte um 14:48 Uhr ein Kleinflugzeug auf die Bundesautobahn 2. Es traf auf die Fahrbahn in Fahrtrichtung Hannover auf dem Abschnitt zwischen Burg in Sachsen-Anhalt und dem Parkplatz Krähenberge. Der Unglücksort liegt in der Nähe der Gemeinde Möser.

Die Ursache für den Absturz ist noch unklar. Die Polizei hofft, dass Zeugenaussagen zum Absturz oder zum Flugverhalten kurz davor Aufklärung über das Geschehen bringen können. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) konnte weder Angaben zur Absturzursache machen noch mitteilen, ob vor dem Absturz ein Notruf eingegangen war. Ein DFS-Sprecher teilte dem öffentlich-rechtlichen Sender MDR Sachsen-Anhalt lediglich mit, dass das Kleinflugzeug nach Sichtflugregeln unterwegs gewesen sei. Es sei deshalb nicht unter DFS-Überwachung geflogen.

Die beiden Insassen überlebten den Absturz nicht. Die Rettungskräfte konnten die beiden Personen nur noch tot aus dem brennenden Wrack bergen. Nach Informationen des Medienportals t-online, das sich auf Angaben der Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Jerichower Land beruft, sind die Pilotin und ein Passagier in dem Flieger verbrannt. Zum Alter der beiden Todesopfer und dem Geschlecht des Passagiers gibt es keine Angaben.

Glück im Unglück: Das Flugzeug traf beim Absturz auf die Autobahn keine weiteren Fahrzeuge. Auch von Auffahrunfällen aufgrund der Ablenkung durch den Aufschlag ist nichts bekannt. Laut der Sprecherin des örtlichen Katastrophenschutzes wurde kein Autofahrer verletzt. Es gebe allerdings zahlreiche Zeugen des Unglücks, die nun von Notfallseelsorgern betreut würden.

Die Rettungs- und Löschmaßnahmen hatten eine Vollsperrung der A2 in Fahrtrichtung Hannover zur Folge, die bis in den Abend hinein andauerte. Die Autokolonnen stauten sich zunächst kilometerlang. Bei den Löscharbeiten waren zahlreiche Feuerwehrleute aus mehreren Orten im Einsatz, dazu kamen Polizeikräfte und Mitarbeiter der zuständigen Bundesbehörden. Laut Bild-Informationen sollen auch Bundeswehr-Angehörige vom nahegelegenen Standort Burg zugegen gewesen sein. Ein Abschleppunternehmen hat mittlerweile das Wrack geborgen.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Unglücksmaschine um ein Flugzeug des Typs Aerostyle Breezer, das aus Schleswig-Holstein kam. Es war den Daten des Flugportals Flightradar24 zufolge am Mittag in Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg) aufgebrochen. Als das Kleinflugzeug auf die Höhe der A2 gelangte, brachen die Flugdaten plötzlich ab.

Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur gehörte das abgestürzte Flugzeug zum Aero Club Kropp. Eines der beiden Opfer aus dem Aerostyle Breezer war demnach Vereinsmitglied, wie der Vereinsvorsitzende bestätigte. Eine für Samstag angesetzte Party am örtlichen Flugplatz wurde aufgrund des tragischen Vorfalls abgesagt.

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