Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen. Dieses Bild hat man vor Augen, wenn man die 84 Seiten mit dem nicht minder voluminösen Titel durchscrollt: „Gesetz zur Verbesserung der Startchancen von Kindern und zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung (Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz – SCQEG).“ Der Entwurf stammt aus dem Hause Karin Prien (CDU), der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Prien griff denn vorab schon mal kräftig in die Tasten: Sie nannte das Gesetzesvorhaben „die entscheidende bildungspolitische Weichenstellung“ der laufenden Wahlperiode. Und: „Die Schere zwischen Kindern mit niedrigem und hohem sozio-ökonomischen Status öffnet sich schon vor dem Schuleintritt und kann danach kaum mehr geschlossen werden.“
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