US-Präsident Donald Trump könnte seinen Unmut über die Wahlniederlage der Republikaner an der Europäischen Union und der NATO auslassen. Davor warnt die europäische Ausgabe von Politico in einer Analyse der amerikanischen Zwischenwahlen.
Das Ergebnis sei für Trump eine politische Katastrophe, ein Votum gegen seine Präsidentschaft und eine Niederlage historischen Ausmaßes, schreibt das Magazin. Die Demokraten hätten selbst in Bundesstaaten gewonnen, in denen ihnen seit Jahrzehnten kein vergleichbarer Erfolg gelungen sei – etwa in Kansas.
Vor diesem Hintergrund rät Politico den Europäern zu einer vorsichtigen Reaktion auf den Wahlausgang. Die Trump-Regierung könnte ihren innenpolitischen Rückschlag mit einem härteren außenpolitischen Kurs beantworten. Der Präsident könnte seinen Ärger auf die Beziehungen zu europäischen Partnern übertragen und damit die Spannungen zwischen den USA, der EU und der NATO weiter verschärfen. Dabei handelt es sich um eine Einschätzung möglicher Folgen, nicht um bereits angekündigte Maßnahmen Washingtons.
Bei den Zwischenwahlen vom 3. November gewannen die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses. Neben dem Senat kontrollieren sie künftig auch das Repräsentantenhaus.
Nach dem von Associated Press gemeldeten Zwischenstand entfielen im Senat 53 Sitze auf die Demokraten und 42 auf die Republikaner. Im Repräsentantenhaus kamen die Demokraten zu diesem Zeitpunkt auf 221 Mandate, die Republikaner auf 129. Die Zahlen bilden noch nicht die endgültige Sitzverteilung ab.
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