Nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) die Teilnahme russischer Teams an Wettbewerben des Internationalen Eishockey-Verbands IIHF zugelassen hatte, droht der gegenwärtige Weltmeister Finnland mit einem Boykott. Heikki Hietanen, Präsident des finnischen Eishockey-Verbands, kündigte dazu an:
„Unsere Linie lautet: Wir spielen nicht gegen Russland.“
Hietanen fügte hinzu, dass finnische Teams so lange nicht gegen Russland antreten würden, wie der Krieg in der Ukraine andauere. Zudem wolle Finnland weitere Länder auf seine Seite ziehen. Hietanen führte ferner aus:
„Wir sammeln derzeit so viele Länder wie möglich für eine gemeinsame Front, um der IIHF zu signalisieren, dass keiner von uns unter diesen Umständen gegen Russland spielen wird.“
Zuvor hatte der CAS am 30. Oktober ein Urteil verkündet, wonach russische Mannschaften, die seit 2022 wegen der Sonderoperation in der Ukraine von Wettbewerben des IIHF ausgeschlossen waren, wieder zugelassen werden müssen. Damit würde das russische Team unter anderem bei der Herren-Weltmeisterschaft in Deutschland im Mai 2027 antreten dürfen.
Zahlreiche westliche Sportfunktionäre und Politiker widersetzen sich bereits dem Urteil. So hatte die finnische Stadt Turku am 2. November verkündet, dass sie die Weltmeisterschaft der U20-Junioren im Falle einer Beteiligung Russlands nicht ausrichten werde. Die Bürgermeisterin von Turku, Piia Elo, äußerte die Hoffnung auf „eine Lösung, die eine Teilnahme Russlands verhindert.“
Auch der der Deutsche Eishockey-Verband (DEB) kritisierte das CAS-Urteil und kündigte an, dass die Entscheidung die geplante Ausrichtung der Herren-WM in Deutschland in Frage stelle. Frank Lutz, Vorsitzender des DEB, sagte dazu:
„Natürlich müssen wir uns als DEB auch mit der Option befassen, dass wir diese Weltmeisterschaft zurückgeben.“
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