Österreichs Bevölkerungsstruktur verschiebt sich spürbar. Anfang 2026 lebten rund 2,1 Millionen Menschen im Land, die außerhalb Österreichs geboren wurden. Das entspricht 22,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch 4,6 Prozentpunkte niedriger.

In den Städten ist der Anteil am höchsten. In Wien liegt er bei 41,3 Prozent, in Wels bei 36,9 Prozent sowie in Salzburg und Innsbruck bei jeweils 36,2 Prozent. Auf dem Land fallen die Werte deutlich niedriger aus, etwa in Zwettl mit 3,8 Prozent und in Freistadt mit 5,4 Prozent.

Auch zwischen den Bundesländern klaffen die Zahlen auseinander. Vorarlberg weist mit 23,7 Prozent den höchsten Anteil nach Wien auf, gefolgt von Salzburg mit 22,2 Prozent und Tirol mit 21,5 Prozent. Am unteren Ende stehen das Burgenland mit 13,9 Prozent, Niederösterreich mit 15,1 Prozent und Kärnten mit 15,6 Prozent. In den Wiener Bezirken Rudolfsheim-Fünfhaus und Brigittenau sind Menschen mit ausländischem Geburtsort bereits in der Mehrheit. Die Statistik erfasst den Geburtsort, nicht den Pass. Eingebürgerte Österreicher, die im Ausland zur Welt kamen, sind darin ebenfalls enthalten.

Der Wandel zeigt sich ebenso auf dem Arbeitsmarkt und in den Schulen. 2025 lag die Arbeitslosenquote unter ausländischen Staatsangehörigen bei 11 Prozent, gegenüber 6,1 Prozent bei österreichischen Staatsangehörigen. Im Schuljahr 2024/25 hatten landesweit 26 Prozent der Schüler eine andere Erstsprache als Deutsch. In Wien traf dies auf fast jedes zweite Kind zu.

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Diese Zahlen erlauben keine Rückschlüsse auf die Fähigkeiten des Einzelnen. Sie verdeutlichen jedoch, wie unterschiedlich die Anforderungen an Integration, Sprachförderung und Arbeitsmarktzugang in den einzelnen Regionen ausfallen.

Hinzu kommen Unterschiede bei der Geburtenrate. Frauen mit Geburtsort Österreich kamen 2025 im Schnitt auf 1,19 Kinder, Frauen mit ausländischem Geburtsort auf 1,57. Bei Frauen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak lag der Wert bei 3,37. Allerdings sinken die Geburtenraten auch unter im Ausland geborenen Frauen.

Österreichs Bevölkerungsstruktur verändert sich langfristig. Die Folgen sind auch in Schulen, auf dem Arbeitsmarkt und in den Gemeinden spürbar. Wie gut diese Bereiche den Wandel bewältigen, hängt davon ab, ob die Integration gelingt und öffentliche Einrichtungen mit dem wachsenden Bedarf Schritt halten.

FPÖ fordert radikalen Kurswechsel in der Migrationspolitik

Die FPÖ verlangt eine grundlegende Änderung der österreichischen Migrationspolitik. Sicherheitssprecher Gernot Darmann fordert einen sofortigen Asylstopp, konsequente Abschiebungen und strengere Rückführungen. Aus Sicht der Freiheitlichen reichen Integrationsprogramme nicht aus, solange die Zuwanderung nicht wirksam begrenzt wird.

Die Partei sieht in der hohen Arbeitslosigkeit unter ausländischen Staatsangehörigen und den wachsenden Anforderungen an Schulen und Gemeinden gewichtige Gründe für eine strengere Linie. Sie fordert wirksamen Grenzschutz, die Durchsetzung bestehender Ausreisepflichten und eine deutliche Verringerung der Asylzuwanderung.

Während die Bundesregierung auf Integrationsangebote und gesetzliche Anpassungen setzt, verlangt die FPÖ einen restriktiveren Kurs. Im Mittelpunkt stehen weniger Asylzuwanderung, konsequente Rückführungen und eine stärkere Kontrolle der Grenzen.

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