Was wäre, wenn wir statt einer Hitze-Klimakatastrophe in eine Phase eintreten, in der unsere Sonne, deren Licht und Wärme alles Leben auf diesem Planeten überhaupt möglich macht, nun in ein solares Minimum eintreten würde?

Bringt ein „Grand Solar Minimum“ in wenigen Jahren „Erhebliche Kälte und Verknappung von Nahrungsmitteln“? (Teil1)

Von NIKII VOGT | Das könnte eine neue kleine Eiszeit geben, die Menschenleben kosten würde. Wir alle kennen die Bilder aus dem 14. – 16. Jahrhundert, als die Sonne nach der wunderbaren Warmzeit des Mittelalters, wo die Kultur aufblühte und bei Begräbnissen der Adligen Kränze aus – für uns heute Blumen ins Grab gegeben wurden, in eine Ruhephase eintrat, die einige Jahrzehnte später nur noch im Mittelmeerraum diese schönen Blumen wachsen ließ.

Denn dass ein Mittelalterliches Fleurop-Unternehmen plötzlich pleite gegangen sein könnte und die Versorgung mit exotischen Blumen innerhalb von 24 Stunden an jeden Ort im Norden einfach von heute auf morgen zusammenbrach ist extrem unwahrscheinlich.

Wenn die Erde sich erwärmt, blüht das Leben, die Natur und der Mensch

Und nicht nur damals, auch weit davor und danach schwankten die Klimatemperaturen der Erde immer wieder, einmal mehr, einmal weniger massiv. Es gab lange Perioden, in denen die Erde mehr oder weniger ein Eisball war und das Leben fast erloschen ist. Denn wenn es keine Pflanzen gibt, die eben nur bei Licht und Wärme wachsen, gibt es keine Tiere, die von Pflanzen leben könnten und daher auch keine Raubtiere, die von den Pfanzenfressern leben.

Auf Wikipedia kann man in einem Beitrag einmal erfreulicherweise die nackte Wahrheit finden. Die Erde befindet sich zur Zeit in einer Eiszeit, weil die Polkappen vereist sind und zur Zeit wieder langsam zunehmen. Dennoch sind wir gerade noch in einem Abschnitt sehr angenehmer Warmzeit. (Ist den Auguren dort vielleicht durch die Lappen gegangen.) Hier steht zu lesen:

Gegewärtig ist die Erde in einem Eiszeitalter, dem Känozoischen Eiszeitalter. Dieses gliedert sich in kürzere Abschnitte von Kaltzeiten und Warmzeiten. Das gegenwärtige Holozän, das seit etwa 12.000 Jahren herrscht, ist eine solche Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalters.
Längere Zeitabschnitte der Erdgeschichte mit höheren Temperaturen (etwa von der Länge von Erdperioden) werden auch als Warmzeitalter bezeichnet. In Zeiten mit Warmklimata gibt es auf der Erde normalerweise keine größeren Vereisungsgebiete, insbesondere auch nicht in den Polregionen.

In diesen Warmphasen unserer Erde blühte das Leben auf, es gab riesige Wälder und riesige Dinosaurier, die allesamt in der großen Katastrophe eines riesigen Meteoriteneischlages, dessen Impakt erst Feuersbrünste tobten, Staubwolken die Sonne verdunkelten und dadurch Kälte und Nahrungsmangel das alles hinweg raffte.

Graphik aus: John Kehr 2011 „The Inconvenient Skeptic“, S. 42. Temperatur-Rekonstruktion anhand von Sedimentkernen aus der Tiefsee. Nach Raymo, 2005. Diese Darstellung ist in tausender Jahren, also dicht gedrängt, bis zum Jahre Null. Besser kann man kaum aufzeigen, dass unser Planet ganz anderen Klimagesetzen unterliegt, als uns weisgemacht wird. Wir befinden uns auf der rechten Seite dieses Zyklus an der Spitze. Sieht das wie ein Boden oder ein Gipfel aus?

Eine lange Zeit milderer Temperaturen ermöglichte der Menschheit in der Bronzezeit eine sehr fruchtbare Zeit, in der sie auch die Winter recht gut überstehen konnte, die Herstellung und den Gebrauch von Bronze entwickelten. Nicht nur in Europa, sondern auch in Ägypten und rund um die Welt blühten Hochkulturen auf, wie in Mittel- und Südamerika, Ägypten, Nubien und Schwarzafrika.

Aber bereits wieder in der Zeit von 536-550 gab es auf der Nordhemisphäre der Erde eine Kälteperiode, die als die Zeit der Völkerwanderung in die Geschichte einging. Germanische Stämme machten sich in ihrer Not auf den Weg nach Süden. Darunter auch die Vandalen, die bis vor Rom zogen und an die Tore der Stadtmauern Roms klopften. Sie wollten von Rom Land zugewiesen bekommen, das sie bearbeiten und pflegen konnten, um sich zu ernähren. Sie wurden brüsk abgewiesen … und was dann folgte, klebt heute noch am Namen dieses Stammes, der mit dem Mut der Verzweiflung und dem Furor von Hungernden Rom plünderten und teilweise niederbrannten. Das weiß heute kaum noch jemand heute, wie der Begriff „Vandalismus“ entstanden ist.

Einige Stämme der Germanen schafften es nach Nordafrika und ließen sich dort nieder. Wahrscheinlich sind ihre Gene in dem Volk der Berber noch irgendwo vorhanden, denn dort gibt es erstaunlich oft blauäugige und hellhaarige Menschen.

So um das Jahr 1200 gab es dann wiederum eine wunderbare Warmzeit, die das Mittelalter mit seiner atemberaubenden Dombaukunst, seinen Burgen und Rittern, der Dichtung und der Königsgeschlechter ermöglichte. Die Temperaturen lagen in etwa in der derselben Höhe, wie heute. (Da heute die Durchschnittstemperaturen hauptsächlich in Stadtnähe gemessen werden, sind sie höher, als auf der gesamten Fläche. Hier sind die Meßstationen ziemlich ausgedünnt worden, so dass deren deutlich tiefere Temperaturen nur noch sehr spärlich in die Durchschnittstemperatur Eingang finden.)

„Die mittelalterliche Warmzeit stellte für die neue Orthodoxie des Klimawandels ein doppeltes Problem dar. Sie deutete auf eine viel größere Amplitude der natürlichen Variabilität hin, die über die Grenzen des neuen wissenschaftlichen Konsenses über den vom Menschen verursachten Klimawandel hinausging, und sie stellte die katastrophistische Erzählung von der globalen Erwärmung in Frage.

Wenn der Wohlstand des Mittelalters und die Besiedlung Grönlands durch die Wikinger in einer längeren Periode ungewöhnlicher Wärme stattfand, dann könnten auch moderne Gesellschaften in einer Periode steigender Temperaturen überleben und gedeihen.“

Rupert Darwall, „Der Hokeyschläger-Prozess“, EIKE

Die Erde ist kein ewig währendes, klimatisiertes Paradies!

Die angenehme Zeit der Wärme und milden Winter war wenige Jahrhunderte später vorbei.

Denn die Erde ändert ihren Umlauf um die Sonne immer wieder, und dadurch entstehen eben diese Warm- und Eiszeiten. Das nennt man die Milanković-Zyklen:

„Beginnend vor etwa 6000 Jahren gab es bis in das 19. Jahrhundert – vor allem in den mittleren und hohen Breiten der nördlichen Hemisphäre – einen langfristigen Abkühlungstrend von etwas mehr als 0,1 K pro Millennium. Dieser Abkühlungstrend ist Klimasimulationen zufolge auf Änderungen der Erdbewegung relativ zur Sonne zurückzuführen, vor allem auf eine Änderung der Neigung der Erdachse. Dadurch ändert sich die saisonale und regionale Verteilung der auf der Erde eintreffenden Sonnenstrahlung. Solche Änderungen der Sonnenstrahlung können die Schnee- und Eisbedeckung sowie Vegetation in mittleren und hohen nördlichen Breiten ändern und dadurch klimatische Rückkopplungen wie etwa eine Eis-Albedo-Rückkopplung auslösen, die besonders im Norden zu einer langfristigen Abkühlung führen.“

(Anmerkung: Eis-Albedo bedeutet, dass die wärmenden Strahlen der Sonne von dem weißen Eispanzer „zurückgeworfen“ werden und kaum Erwärmung bringen können.)

Schon um das Jahr 1100 begann der stufenweise Abstieg der Durchschnittstemperatur, das Mittelalter war also einfach nur ein Zwischenhoch, das nach etwas mehr als 300 Jahren fröhlicher Warmzeit zuerst auf eine deutlich niedrigere Stufe im Wolf Minimum herabsackte. aus dieser kleinen Zwischeneiszeit“ des Spörer Minimums von fast Hundert Jahren bis Ende des 17.Jahrhunderts zum Maunder-Minimum stammten viele Bilder, die sehr oft gefrorene Seen oder Schneelandschaften zeigten:


Bild: Gemeinfrei.
Das Gemälde IJsvermaak („Eisvergnügen“) von Hendrick Avercamp zeigt Menschen auf einem zugefrorenen Kanal in den Niederlanden im kalten Winter 1608. Heute dagegen sind die Kanäle im Winter meist eisfrei. Künstlerische Darstellungen solcher Szenen sind nur aus der Zeit zwischen 1565 und 1640 bekannt.

Pieter Bruegel d. Ältere: Jäger im Schnee, 1565, Bild: Gemeinfrei.

Sogar in Venedig war die Lagune im Winter 1708 eingefroren, wie dieses zeitgenössische Gemälde von Gabriele Bella zeigt. (Bild unten gemeinfrei)

Gehen wir einer neue „Kleinen Eiszeit entgegen“?

„Im Gegensatz zu dem, was uns die Klima-Schreckensmeldungen weismachen wollen, besteht die große Gefahr für das Leben auf der Erde nicht in der globalen Erwärmung, sondern in der Rückkehr der tödlichen pleistozänen Eisschilde, die einst die großen Getreidegürtel Eurasiens und Nordamerikas bedeckten. Eine solche globale Abkühlung wird auch zu einem Verhungern der Pflanzen führen, da mehr Kohlendioxid, das als Pflanzennahrung dient, aus der Atmosphäre in den sich abkühlenden Ozeanen gelöst wird.“ (Viv Forbes & Freunde, „https://eike-klima-energie.eu/2024/01/01/wenn-das-eis-wiederkommt/)

Nach Ansicht von Experten mehren sich die Anzeichen, dass wir sehr wahrscheinlich nicht einer uns täglich angedrohten Klimaerwärmung mit Dürren und unerträglicher Hitze entgegengehen, sondern einer sehr unangenehmen Abkühlung der Erde. Ich habe schon mehrfach davon berichtet, und hier ist einmal mehr ein weiterer Beitrag hierzu. Besonders die Schlussfolgerung am Ende ist nicht besonders erfreulich – um es vorsichtig auszudrücken.

Wie und warum erfahren Sie, lieber Leser in Teil 2

                                                                                                         ***



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