Groß war die Empörung im April des vergangenen Jahres: Damals präsentierte US-Präsident Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses seine globale Zollstrategie – eine Reminiszenz an hamiltonische Handelspolitik, um die gigantischen Handelsbilanzdefizite der USA mit China und der EU auf ein gesundes Maß zurückzuführen. Es waren ausgerechnet die Meister des Protektionismus, Brüsseler Bürokraten und Politiker aus Berlin und Paris sowie der empörte Medienzirkus, die sich echauffierten. Wortreich beklagten sie das Ende der sonst so kritisch beäugten Globalisierung, das Ende einer vermeintlich regelbasierten Ordnung. In Wahrheit hatte man es sich im eigenen Klimaprotektionismus gemütlich gemacht und war stolz auf den Versuch, die Welt des Handels in das eigene Regelwerk zu zwingen und so dem Problem der Energieabhängigkeit zu begegnen.
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