Die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) erklärte, dass zwei Öltanker, die jeweils rund zwei Millionen Barrel Rohöl geladen hatten, nach dem Auflaufen auf Seeminen in der Straße von Hormus in Brand geraten seien.
Der erste Tanker habe eine Mine getroffen, woraufhin es zu einer Explosion und einem „heftigen Feuer“ gekommen sei, teilten die Revolutionsgarden am Samstag mit. Der zweite Tanker sei ebenfalls auf eine Mine gelaufen und daraufhin von einem „massiven Feuer“ erfasst worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA.
Informationen zu den Namen der Schiffe oder zur Herkunft ihrer Ladung lagen zunächst nicht vor. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, die Schiffe hätten ihre Ortungs- und Radarsysteme ausgeschaltet und versucht, eine von Iran nicht genehmigte Route zu nutzen.
Die IRGC konkretisierte, dass einer der Tanker versucht habe, die Meerenge „mit Unterstützung der USA“ zu durchqueren, während das zweite Schiff manövrierunfähig zurückgeblieben sei.
Iran’s IRGC Navy says a supertanker carrying more than 2 million barrels of crude oil struck a naval mine in the Strait of Hormuz, causing a massive explosion and fire. https://t.co/skFWhttGuW
— Clash Report (@clashreport) October 17, 2026
Iran übernahm nach Beginn des israelisch-amerikanischen Krieges gegen das Land Ende Februar die Kontrolle über die Straße von Hormus. Teheran verlangt seither, dass alle Schiffe vor der Durchfahrt eine Genehmigung einholen. Vor dem Krieg wurde rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs durch die Meerenge transportiert.
In dieser Woche warnte der Kommandeur der iranischen Marine der Revolutionsgarden, Konteradmiral Ali Azmaei, dass jedes Schiff, das seine Navigationssysteme abschalte, als „feindlich“ betrachtet werde.
Die USA haben ihrerseits eine maritime Gegenblockade gegen iranische Ölexporte verhängt. Die iranische Armee hatte zuvor erklärt, dass am Donnerstag und Freitag zwei Tanker in der von Teheran als „Sperrzone“ bezeichneten Region im Golf von Oman in Brand geraten seien.
Auch maritime Überwachungsdienste meldeten, dass am Freitag zwei Tanker in Gewässern vor der Küste Saudi-Arabiens angegriffen worden seien.
Am vergangenen Sonntag wurden nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Vanguard, der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) und der britischen maritimen Sicherheitsbehörde UKMTO sechs Schiffe in oder nahe der Straße von Hormus angegriffen. Seit Kriegsbeginn war dies die höchste Zahl an Angriffen innerhalb eines Tages.
Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler wurden am 8. Oktober noch knapp 20,8 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus transportiert, am 11. Oktober waren es jedoch nur noch 2,9 Millionen Barrel. Die Unterbrechungen des Schiffsverkehrs haben die weltweiten Energiepreise und die Inflation in die Höhe getrieben.
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